Unterhaltung

Entschädigung für Haftzeit Bill Cosby will Pennsylvania verklagen

127105584.jpg

Cosby war zunächst schuldig gesprochen worden, im Jahr 2004 eine Frau unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben.

(Foto: picture alliance/AP Images)

Nach seiner Haftentlassung will Bill Cosby offenbar den US-Bundesstaat Pennsylvania verklagen. Der Ex-TV-Star möchte für seine Zeit im Gefängnis entschädigt werden und stellt Forderungen von mehreren Hunderttausend Dollar.

Seit Ende Juni ist der ehemalige TV-Star Bill Cosby wieder auf freiem Fuß. Seine Verurteilung wegen schwerer sexueller Nötigung wurde überraschend vom höchsten Gericht Pennsylvanias aufgehoben. Nun schmiedet Cosby offenbar Pläne, den US-Bundesstaat zu verklagen. Das berichtet das US-Portal "Page Six".

Demnach strebe Cosby an, eine Entschädigung in Höhe von mehreren Hunderttausend Dollar für seine Zeit im Gefängnis herauszuschlagen. Andrew Wyatt, ein Sprecher Cosbys, sagte in einem Interview: "Wir prüfen, welche Rechtsmittel wir gegen den Staat Pennsylvania geltend machen können."

Cosby war schuldig gesprochen worden, im Jahr 2004 eine Frau unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben. Das höchste Gericht von Pennsylvania hatte den Schuldspruch wegen eines Verfahrensfehlers dann Ende Juni allerdings für ungültig erklärt. Das Gericht verbot auch eine weitere Strafverfolgung. Viele der Anschuldigungen von anderen Frauen waren bereits zuvor verjährt, weswegen sich der Prozess auf diesen einen Fall beschränkt hatte. Insgesamt hatten mehr als 60 Frauen Vorwürfe gegen den 83-Jährigen erhoben. Aussagen hätten nicht zugelassen werden dürfen

Ein 2005 in dem Fall ermittelnder Staatsanwalt hatte damals zugesagt, den Schauspieler nicht strafrechtlich zu verfolgen, sollte er in der Angelegenheit in einem Zivilprozess aussagen. In diesem Prozess einigte Cosby sich außergerichtlich und zahlte mehr als 3,3 Millionen US-Dollar. 2015 leitete ein Nachfolger des damaligen Staatsanwaltes aber doch ein Strafverfahren ein. Vor Gericht ging es auch um Aussagen Cosbys aus dem Zivilverfahren, die nach Ansicht des obersten Gerichtshofes laut der Vereinbarung nicht hätten zugelassen werden dürfen - genauso wie die Schilderungen von fünf Frauen, welche während des Prozesses ausgesagt hatten.

Quelle: ntv.de, hek/spot

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen