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Zu alt, zu reich? Clooney klagt

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Die drei Herren in "Ocean's Thirteen".

(Foto: AP)

George Clooney hat es auch nicht leicht: "Ich bin jetzt wohl nicht mehr der Typ, der die Frau abkriegt." Wie auch, er ist doch verheiratet. Mal abgesehen davon muss er den Filmrollen nicht mehr hinterherlaufen. Aber er hätte eine Sache tun können: Weinstein stürzen.

Seit 2016 schon stand George Clooney nicht mehr vor der Kamera. In einem Interview mit der "Times" verriet der Hollywood-Star nun, dass die Schauspielerei bei ihm nicht mehr an erster Stelle stehe. Er habe eine lange Zeit in diesem Job gearbeitet, sagte er. Mit 56 sei er nicht mehr "der Kerl, der noch das Mädchen abkriegt", so Clooney. Zumindest sollte er nicht mehr der Kerl sein, der das Mädchen bekommt, fügte er hinzu.

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Damon, Clooney, Pitt - zusammen hätten sie die Macht gehabt, Weinstein zu kippen.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Zudem hat George Clooney die Arbeit vor der Kamera nicht mehr nötig: Mit der Schauspielerei habe er seine Miete bezahlt, "aber ich habe eine Tequila-Firma für eine Milliarde Dollar verkauft. Ich brauche kein Geld", erzählt er. Im Juni hatte Clooney bestätigt, dass er und seine zwei Geschäftspartner Rande Gerber und Mike Meldman das Unternehmen Casamigos für diese Summe veräußert haben.

"Ich habe gekämpft"

Mit seinem Geld könne er darum kämpfen, die Filme zu machen, die er will, erklärte Clooney weiter. Wenn man sich ansehe, was er in den vergangenen 15 Jahren gemacht habe, sagt er, gelte für den größten Teil der Filme, dass sie ohne ihn nicht zustande gekommen wären: "Niemand hätte 'Good Night, and Good Luck.', 'Michael Clayton' oder 'Up in the Air' gemacht und ich habe dafür gekämpft, dass sie rauskommen."

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"Rat-Pack" mal anders ...

Neben der Filmwelt hat George Clooney seit kurzem auch noch ein anderes Aufgabengebiet. Nach der Geburt der Zwillinge Ella und Alexander im Juni ist der Hollywood-Star hauptsächlich begeisterter Papa. Wohl sehr zur Freude von Ehefrau Amal Clooney. Dem "Mirror" erklärte der 56-Jährige allerdings, dass es ihn davor grause, die Windeln seiner Kinder wechseln zu müssen, seit diese feste Nahrung zu sich nehmen dürften.

PS: Zu alt und zu reich kann ein Mann für bestimmte Frauen ja eigentlich gar nicht sein, aber zu unehrlich. In der ganzen Diskussion um Harvey Weinstein und sexuelle Belästigung in Hollywood hat der Star sich nicht mit Ruhm bekleckert, um es milde auszudrücken, er hätte ruhig kämpfen dürfen für seine Kolleginnen, so, wie er auch für einen Film gekämpft hat: Clooney und seine Buddys Matt Damon und Brat Pitt haben gewusst, dass Weinstein Dreck am Stecken hat.

Pitt war gar mit zwei der Ladies zusammen - Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie. Und Matt Damon sagte: "Ich wusste, dass er ein Arschloch war." Immer wieder sieht man Fotos, wie die Stars mit dem Produzenten lachen, bei Empfängen scherzen und man bekommt die böse Ahnung, dass diese "Belästigungsgeschichten" zu einer Lappalie am Rande wurden, etwas, das man eben hinnimmt, wenn man beim großen Spiel mitspielen will. 

Diese drei Saubermänner hätten auf jeden Fall etwas gegen den mächtigen Harvey Weinstein unternehmen können - ihre Distanzierung zu ihm kam nun, vor kurzem, eindeutig zu spät. Kein Wunder also, wenn man da kein Mädchen mehr abbekommt. Nicht einmal im Film. Hoffen wir, dass die Ehefrauen der feinen Herren sich ihr "Rat-Pack" mal ordentlich zur Brust nehmen.

Quelle: n-tv.de, soe/spot

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