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"Das ist es nicht wert" Clooney schlägt 35 Millionen Dollar aus

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Nicht bereit, für Geld alles zu tun: George Clooney.

(Foto: picture alliance/AP Images)

Über Geldsorgen braucht George Clooney sicher nicht zu klagen. Doch warum sollte man 35 Millionen Dollar mal eben einfach so liegen lassen? Er habe das getan, verrät der Hollywood-Star nun. Doch das aus gutem Grund. Andernfalls hätte es ihm womöglich den Schlaf geraubt.

George Clooney ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und ist einer der größten Stars der Welt. Zudem hat er offenbar genügend Geld auf seinem Konto, um einen Deal in Höhe von 35 Millionen US-Dollar (knapp 31 Millionen Euro) auszuschlagen, der für ihn nur einen Tag Arbeit bedeutet hätte.

Clooney berichtet von dem Angebot in einem Gespräch mit dem britischen "The Guardian". Auf die Frage, ob er sich jemals Gedanken darüber mache, ob er in seinem Leben genügend Geld verdient habe, antwortet der 60-Jährige: "Nun ja, mir wurden 35 Millionen Dollar für einen Tag Arbeit an einer Werbung für eine Fluggesellschaft angeboten.".

Über die Offerte habe er auch mit seiner Ehefrau Amal beraten, mit der er seit 2014 verheiratet ist und die vierjährigen Zwillinge Alexander und Ella hat, so Clooney. Zusammen hätten sie entschieden, "dass es das nicht wert ist". Die Fluggesellschaft sei schließlich mit einem "fragwürdigen" Land verbunden, auch wenn es "ein Verbündeter" sei. Er sei zu dem Schluss gekommen: "Nun, das ist es nicht wert, wenn es mir auch nur eine Minute den Schlaf raubt."

"Und du hast nichts gesagt?"

Er wolle niemals etwas tun, für das sich seine Eltern schämen müssten, führt Clooney weiter aus. Sein Vater habe ihm eine einzige Regel mit auf den Weg gegeben: "Mir ist es egal, was du im Leben machst, aber hinterfrage Menschen, die mehr Macht als du besitzen und verteidige jene, die weniger Macht besitzen."

Dementsprechend hätte er sich auch geschämt, hätte er sich nicht öffentlich zu einigen der "scheußlichen Dinge" geäußert, die der ehemalige US-Präsident Donald Trump getan habe, erklärt der Schauspieler. Andernfalls hätten ihn Ella und Alexander sicher irgendwann gefragt: "Sie haben also Kinder in Käfige gesteckt und du hast nichts gesagt?" Öffentliche Kritik, die er einstecken müsse, sei nichts im Gegensatz zu der Scham, die er in diesem Fall verspüren würde. Mit seiner Äußerung spielt Clooney auf Bilder an, die Flüchtlingskinder an der Grenze zu Mexiko in Käfigen zeigten und 2018 um die Welt gingen.

Auch über seine Familie spricht der Hollywood-Star in dem Interview. Seine Zwillinge seien sehr verschieden - "wie Tag und Nacht". Alexander liebe es zu lachen, während die kleine Ella "sehr ernst" sei und stets darauf achte, dass sich jeder an die Regeln halte.

Vom Frauenheld zum treusorgenden Ehemann

Obwohl er und seine Frau, eine erfolgreiche Menschenrechtsanwältin, viel zu tun hätten, beschäftigten sie nur an vier Tagen in der Woche eine Babysitterin, sagt Clooney. Amal sei es sehr wichtig, involviert zu sein, wenn es um die Kinder gehe. Während des Lockdowns habe sich das Paar ein volles Jahr komplett allein um die Zwillinge gekümmert.

Während andere Stars ihren Kindern ausgefallene Namen geben, entschieden sich Amal und George Clooney bei ihren Zwillingen für eher klassische Varianten - um den beiden so einen "Vorsprung" in einem Leben zu geben, das ohnehin ungewöhnlich sein werde, erklärt der Schauspieler. Ihre Kinder sollten in dem Wissen aufwachsen, dass sie ihren eigenen Weg gehen müssten, ohne dabei irgendwelchen Erwartungen gerecht zu werden, außer ihren eigenen, so Clooney. Das sei ihm und seiner Frau wichtig.

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Vor seiner jetzigen Ehe galt Clooney als eingefleischter Junggeselle und Frauenheld. Er führte zahlreiche Beziehungen, war von 1989 bis 1993 mit Talia Balsam verheiratet und soll mal mehr und mal weniger offiziell mit Kolleginnen wie Cameron Diaz, Lucy Liu, Charlize Theron und Renée Zellweger zusammen gewesen sein.

Mit Amal scheint er nun aber die Richtige gefunden zu haben. Sie sei "eine sehr eindrucksvolle Person" und zudem "wunderschön, smart, witzig", erklärt er. Die beiden hätten sich sofort verliebt und nach nur sechs Monaten geheiratet. Und nun hätten sie eine großartige Zeit miteinander.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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