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Während Streisand zurückrudert Diana Ross verteidigt Michael Jackson

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Diana Ross findet, man solle den toten Michael Jackson doch endlich ruhen lassen.

(Foto: imago/UPI Photo)

Der des sexuellen Missbrauchs bezichtigte Michael Jackson erhält immer wieder Zuspruch von früheren Kolleginnen. Während Barbra Streisand ihre unglückliche Aussage vom Wochenende revidiert, bläst nun Diana Ross ins Verteidigungs-Horn.

Die Dokumentation "Leaving Neverland" sorgt seit Wochen für Wirbel. Darin wird dem 2009 verstorbenen Michael Jackson sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Immer wieder melden sich Promis zu Wort, die entweder schon früh bemerkt haben wollen, dass mit Jackson was nicht stimmte, wie Mike Tyson, oder die ihn gegen die Vorwürfe verteidigen. Zuletzt tat das Barbra Streisand, nun ist Diana Ross an der Reihe.

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Ross und Jackson waren einst gut befreundet.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die bald 75-Jährige schrieb bei Twitter: "Das ist es, was mir heute Morgen auf dem Herzen liegt: Ich glaube und vertraue darauf, dass Michael Jackson eine großartige und unglaubliche Kraft für mich und viele andere war und ist. Hört im Namen der Liebe auf damit." Damit stößt sie jedoch auf alles andere als Liebe bei ihren Followern.

"Bitte nicht auch noch Diana Ross … Ich hab gestern schon von Barbra Streisands Kommentar gehört …", äußerst sich ein genervter Twitter-Nutzer, ein anderer schreibt erbost: "Es ist nicht normal, mit kleinen Kindern in einem Bett zu schlafen." Manche sind wütend, weil Personen wie Ross und Streisand in ihren Augen versuchen, die Tatsachen zu verschleiern. "Hör auf damit, seine kalkulierte Pädophilie zu vertuschen und öffne deine Augen. Sieh dir 'Leaving Neverland' an. Wenn du es dann immer noch nicht glaubst, unterstützt du die Sache."

"Ich empfinde tiefe Reue"

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Schon Barbra Streisand hatte sich etwas weit aus dem Fenster gelehnt, als es in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Times" um das Thema Michael Jackson und "Leaving Neverland" ging. Die 76-Jährige sagte zwar, sie sei überzeugt davon, dass die vermeintlichen Opfer Robson und Safechuck die Wahrheit sagen, relativierte die Taten des "King of Pop" allerdings. So seien damals beide Kinder auch begeistert darüber gewesen, so viel Zeit auf dem Anwesen des Stars verbringen zu dürfen. Und die wohl fragwürdigste Aussage: "Beide sind verheiratet, und beide haben Kinder. Es hat sie also nicht umgebracht."

Auch hier war der Aufschrei innerhalb der Netzgemeinde groß. So groß, dass Streisand inzwischen zurückruderte. "Es tut mir ungemein leid, sollte ich für Leid und Verwirrung gesorgt haben, indem ich meine Worte über Michael Jackson und seine Opfer nicht sorgfältig genug wählte", schrieb sie auf Instagram. Sie habe das Trauma nicht kleinreden wollen. "Wie alle Opfer von sexuellen Angriffen werden sie es für den Rest ihres Lebens mit sich herumtragen müssen." Sie wendete sich direkt an Wade Robson und James Safechuck, um sich zu entschuldigen: "Ich empfinde tiefe Reue und hoffe, dass James und Wade wissen, dass ich wahren Respekt und Bewunderung dafür empfinde, dass sie die Wahrheit ausgesprochen haben."

Quelle: n-tv.de, nan

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