Unterhaltung

Menge tanzt und singt mit Düsseldorfer Kirmes-DJ ignoriert "Layla"-Verbot

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Wer "Layla" hören möchte, ist auf der Düsseldorfer Kirmes an der richtigen Adresse.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das "Layla"-Verbot auf der Düsseldorfer Kirmes entpuppt sich als Schuss in den Ofen. Auch im Festzelt der Veranstalter, der Schützengesellschaft, spielt der DJ das umstrittene Lied - zur Freude der tanzenden und johlenden Menge.

Trotz eines ausdrücklichen Verbots hat der DJ des Festzelts der St. Sebastianus-Schützen bei der Eröffnung der Düsseldorfer Kirmes das umstrittene Lied "Layla" gespielt. Unter anderem eine Reporterin der "Bild"-Zeitung dokumentierte die Szene am Abend in einem Video, das sie auf Twitter hochlud. Auch bei Instagram tauchten mehrere Videos aus dem Festzelt auf.

Veranstalterin der Düsseldorfer Kirmes mit bis zu vier Millionen Gästen ist die Schützengesellschaft. Zunächst hatte Schützenchef Lothar Inden das Abspielen von "Layla" auf der gesamten Kirmes untersagt. "Ich bin der Meinung, dass dieses Lied überall hingehört - nur nicht auf unseren Festplatz", sagte er. Später ruderte die Schützengesellschaft zurück und teilte mit, dass der Song nur im eigenen Zelt verboten werde - für die anderen Festzelte und Fahrgeschäfte gebe es nur die Empfehlung, auf das Lied zu verzichten.

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Auf den Internet-Videos war am Freitagabend zu sehen, wie die Menge - darunter zahlreiche Schützen - auf der Freifläche am Festzelt zu dem Lied tanzte und mitsang. Der Song von DJ Robin & Schürze ist auf Platz 1 der Single-Charts und handelt von einer "Puffmama" namens Layla. Im Text heißt es unter anderem: "Ich hab' 'nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (...) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (...)." Das Lied ist wiederholt als sexistisch kritisiert worden.

Der Produzent des Songs, Ballermann-Star Ikke Hüftgold, gab zuletzt an, sich über den Diskurs zu freuen. Im ntv-Interview teilte er inzwischen jedoch auch mit, eine jugendfreie Version von "Layla" zu planen. "Wir sehen ein, dass es auch noch eine andere Version des Songs geben muss. Wir wissen, dass auch kleine Kinder 'Layla' hören. Deshalb muss es auch eine Kinderversion geben", erklärte Hüftgold.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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