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Zusage bei "Wetten, dass..?" Grönemeyer zahlt Berliner Tafeln einen Monat Teil der Kosten

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Obwohl er seine Wette gewinnt, will Herbert Grönemeyer seinen Einsatz einlösen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weniger Spenden, mehr Bedürftige: Die Tafeln kommen beim Verteilen von Lebensmitteln an ihre Grenzen. Bei "Wetten dass..?" will Herbert Grönemeyer mit seinem Wetteinsatz den Berliner Abgabestellen helfen. Der Sänger tippt richtig - seine Unterstützung verspricht er trotzdem.

Sänger Herbert Grönemeyer will einen Monat lang alle Betriebs- und Unterhaltskosten für die Berliner Tafel übernehmen. "Das ist eine Tafel mit 50 Ausgabestellen, die sorgen sich um 70.000 Menschen", sagte der 66-Jährige in der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?" am Samstag in Friedrichshafen vor einem Millionenpublikum. Grönemeyer wollte im Fall einer verlorenen Wette als Wetteinsatz für einen Monat sämtliche Betriebskosten und Unterhaltskosten übernehmen. Obwohl sein Wettkandidat gewann und der Sänger damit den Einsatz nicht hätte einlösen müssen, will er nun trotzdem die Kosten übernehmen.

Die Berliner Tafel freut sich über Grönemeyers Spendenversprechen. Seine Hilfsbereitschaft sei "ganz klasse" und sogar noch mehr als erwartet, sagte Sabine Werth, Vereinsvorsitzende der Berliner Tafel, dem "Tagesspiegel". Eigentlich habe Grönemeyers Management eine Spende der Betriebskosten für einen Monat angekündigt, nun sprach der Sänger selbst davon, auch noch die Unterhaltskosten für einen Monat zu übernehmen.

Grönemeyer zählte zu den Stars der von Thomas Gottschalk moderierten Show in Friedrichshafen. Nach seinem Auftritt mit seiner neuen Single sagte der 66-Jährige, er habe "große Hochachtung vor den Menschen, die in dieser Zeit ehrenamtlich den Menschen beistehen und sie unterstützen". Dazu gehörten die Tafeln in Deutschland, bei denen sozial Bedürftige kostenlos Nahrungsmittel erhalten. "Die brauchen lang lagerbare Lebensmittel, Geld und Unterstützung." Zuletzt klagten die Tafeln wiederholt darüber, dass es immer mehr Bedürftige und gleichzeitig aber weniger Lebensmittelspenden gebe.

Großer Ansturm auf Berliner Tafel seit Kriegsbeginn

Die Vereinsvorsitzende der Berliner Tafel ließ im "Tagesspiegel" offen, wie hoch die genauen Betriebs- und Unterhaltskosten für einen Monat sind. Die größten Posten seien Miete, Nebenkosten, Strom und Kraftstoff, sagte Werth dem "Tagesspiegel". Die Tafel betreibe alleine 28 Fahrzeuge, davon 16 mit Kühlung. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine habe sich der Andrang an allen Ausgabestellen mehr als verdoppelt.

Grönemeyers Spendenankündigung und die damit verbundene Bitte an die Zuschauer, selbst auch zu spenden, fand ein großes Publikum. Insgesamt schauten 10,09 Millionen Menschen die ZDF-Sendung am Samstagabend, was Gottschalk eine Einschaltquote von 39,5 Prozent bescherte und damit den klaren Tagessieg der meistgesehenen Sendungen. Bei Gottschalks "Wetten, dass..?"-Comeback vor einem Jahr hatten allerdings fast vier Millionen Menschen mehr eingeschaltet, damals schauten 13,8 Millionen Menschen zu.

Quelle: ntv.de, mbu/AFP/dpa

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