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Wer soll das bezahlen? Harrys und Meghans Sicherheit könnte Millionen kosten 

21.08.2026, 12:05 Uhr
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Wer kommt für Herzogin Meghans und Prinz Harrys Sicherheit auf? (Foto: IMAGO/DPPA)

Prinz Harry und Herzogin Meghan ziehen zurück nach Großbritannien. Die Sicherheit ihrer Familie wird damit erneut zum Thema. Die Kosten dafür könnten beachtlich werden. Die Regierung möchte dies allerdings zum Privatproblem der Ex-Royals machen. 

Bis zu fünf Millionen Pfund (fast sechs Millionen Euro) im Jahr: So viel könnte ein Personenschutz rund um die Uhr für Prinz Harry und seine Familie den britischen Steuerzahler kosten. Diese Summe nennt die britische Zeitung "Daily Mail" mit Blick auf die geplante Rückkehr der Sussexes nach Großbritannien.

Die Sicherheitsfrage wird erneut zum öffentlichen Diskussionsthema, weil Prinz Harry nicht wie zuletzt allein für kurze Aufenthalte in seine alte Heimat reist, sondern dauerhaft dort bleiben will - und zwar mit seiner Frau Meghan und den Kindern. Erschwerend kommt hinzu, dass Archie (7) und Lilibet (5) künftig auf britische Schulen gehen sollen.

Für Dai Davies, den früheren Leiter des Personenschutzes für die Royals bei der Londoner Metropolitan Police, ändert das die Ausgangslage komplett. Der Umzug habe "die Temperatur erhöht", erklärte er gegenüber der "Daily Mail". Die Chancen, dass Harry den von ihm wiederholt eingeforderten Schutz nun doch bekomme, seien "beträchtlich gestiegen". Entscheiden müssten das aber "die höchsten Ebenen der Regierung".

"Das hat die Sache verändert: die Familie herbringen, hier ansässig sein, sein Profil. Die Bedrohungslage muss jetzt sorgfältig neu betrachtet werden", so der Ex-Polizist. Und in Bezug auf den Personenschutz stellt er klar: "Ich sage nicht, dass er ihn bekommt. Aber er muss aus meiner Sicht noch einmal ordentlich und professionell geprüft werden." Aus fachlicher Sicht bestehe schließlich "eine ernsthafte potenzielle Bedrohung" für Prinz Harry und seine Familie. "Es ist die eine Sache, wenn er allein kommt. Aber das hier hat die gesamte Dynamik verändert."

Die Regierung nennt es eine Privatangelegenheit

Von offizieller Seite kam bislang wenig. Premierminister Andy Burnham wollte sich bei einem Termin in West Yorkshire nicht festlegen, ob der Staat den Schutz organisiert und zahlt: "Nun, das ist eine private Angelegenheit. Das ist Sache von Harry und Meghan, und wir wünschen ihnen alles Gute für die Schritte, die sie unternehmen."

Das Innenministerium, das sich seit Jahren juristisch mit dem Herzog auseinandersetzt, blieb bei seiner Linie. Das britische Schutzsystem sei "gründlich und verhältnismäßig", teilte ein Sprecher mit. Zu einzelnen Regelungen äußere man sich nicht, weil das deren Wirksamkeit und die Sicherheit der Betroffenen gefährden könne.

Seit dem Rückzug des Paares von den royalen Pflichten im Jahr 2020 ist Prinz Harrys Schutzstatus in Großbritannien herabgestuft. Seine langjährigen Versuche, das wieder zu ändern, scheiterten. Nach der verlorenen Berufung gegen das Innenministerium sagte er 2025 der BBC, er könne sich "keine Welt vorstellen, in der er Frau und Kinder zurück nach Großbritannien bringen" würde. Sicher sei es dort für sie nicht.

Genau das passiert nun trotzdem. Die Sussexes verlassen Kalifornien und beziehen einen bislang nicht genannten Wohnsitz außerhalb Londons. An ihrem Status als Privatpersonen ändert sich aber durch den Umzug nichts. Offen bleibt, ob Harry seine Einschätzung der Gefahrenlage revidiert hat oder ob er den Schutz einfach aus eigener Tasche bezahlt.

Quelle: ntv.de, csp/spot

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