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Auf Oprah Winfrey anscheinend nicht gut zu sprechen: Seal.
Auf Oprah Winfrey anscheinend nicht gut zu sprechen: Seal.(Foto: Rebecca Cabage/Invision/AP)
Donnerstag, 11. Januar 2018

Alle lieben Oprah?: Heidis Ex Seal geht mit Winfrey ins Gericht

Nach ihrer Rede bei den Golden Globes, in der sich Oprah Winfrey stark gegen die sexuellen Belästigungen in Hollywood positionierte, fliegen der Moderatorin die Herzen nur so zu. Ja, viele hätten sie nun sogar gern als US-Präsidentin. Sänger Seal platzt da die Hutschnur.

Oprah Winfrey zählt seit vielen Jahren zu den größten Film- und Fernsehstars in den USA. Vor allem mit ihrer Talkshow feierte sie große Erfolge, ehe sie sich 2011 entschied, das Format nach mehr als 25 Jahren einzustellen. Doch auch in einigen Hollywood-Streifen wirkte sie mit. Schon 1986 erhielt sie etwa eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin im Steven-Spielberg-Drama "Die Farbe Lila".

Und auch in diesen Tagen scheint der 63-Jährigen Hollywood wieder zu Füßen zu liegen. Seit ihrer glühenden Rede bei den Golden Globes am vergangenen Sonntag wird Winfrey sogar als Kandidatin für die Nachfolge von US-Präsident Donald Trump gehandelt. Die Moderatorin hatte sich bei ihrem kämpferischen Auftritt für Frauen- und Bürgerrechte stark gemacht. Mit Blick auf die Debatte um sexuelle Belästigungen in Hollywood erklärte sie etwa: "Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren. Aber deren Tage sind gezählt!"

"Seit Jahrzehnten Teil des Problems ..."

Einer, der in die allgemeine Begeisterung für Winfrey nicht einstimmen möchte, ist hingegen Sänger Seal. Der Exmann von Heidi Klum, mit der zusammen er drei leibliche Kinder hat, veröffentlichte auf seiner Instagram-Seite zwei Bilder.

Ein Schnappschuss zeigt, wie Winfrey dem gefallenen Filmmogul Harvey Weinstein, dem zahlreiche sexuelle Vergehen zur Last gelegt werden, einen Kuss auf die Wange gibt. Auf dem zweiten Bild spricht Weinstein offenbar eine junge Frau an, während Winfrey lächelnd danebensitzt. Über die Fotos wurde der Schriftzug gelegt: "Wenn du seit Jahrzehnten Teil des Problems warst ... aber plötzlich alle glauben, du wärst die Lösung".

"Scheinheiliges Hollywood"

Dabei beließ es Seal jedoch nicht. Die Bilder garnierte er zugleich mit einem sarkastischen Kommentar: "Oh, ich vergaß, stimmt ja ... du hattest die Gerüchte gehört, aber du hattest ja keine Ahnung, dass er tatsächlich reihenweise junge, blauäugige Schauspielerinnen belästigte, die keine Ahnung hatten, worauf sie sich einließen. Mein Fehler." Dahinter postete er den Hashtag "Sanctimonious Hollywood" - "Scheinheiliges Hollywood".

Diverse Hollywood-Stars haben erklärt, zwar Gerüchte über Weinsteins angebliches Fehlverhalten gehört, aber keine Fakten gekannt zu haben. Von Weinstein nach eigenen Angaben belästigte Schauspielerinnen wie Rose McGowan werfen ihnen Scheinheiligkeit vor. Ob Winfrey, wie von Seal impliziert, ebenfalls bereits in der Vergangenheit Hinweise auf die mutmaßlichen Verfehlungen des Filmmoguls hatte, ist nicht bekannt.

Quelle: n-tv.de