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Perspektivsuche nach Show-Aus Jan Böhmermann will "kompromisslos" bleiben 

30.09.2026, 15:35 Uhr
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Macht Schluss mit seinem "ZDF Magazin Royale": Jan Böhmermann. (Foto: IMAGO/Panama Pictures)

Das Ende des "ZDF Magazin Royale" ist besiegelt. Seine Entscheidung, die Kultshow zu Grabe zu tragen, versucht Jan Böhmermann nun einmal mehr zu erklären. Einen ersten Blick in die Zukunft wagt er dabei auch bereits.

Es sei eine "furchtbare" Entscheidung gewesen und für die Kolleginnen und Kollegen in seinem Team, die "einfach die Besten sind", täte es ihm auch sehr leid. Dennoch steht Jan Böhmermann dazu, "ZDF Magazin Royale" im Dezember zu beenden. Im ARD-Podcast "Deutschland3000 mit Eva Schulz" verteidigte der Satiriker nun erneut das Aus seiner Show. "Der Joghurtbecher ist ausgekratzt, dann muss man einen neuen Joghurtbecher aufmachen. Es nützt nichts", versuchte Böhmermann seine Beweggründe dort bildlich zu umschreiben.

Das ZDF hatte kürzlich das Ende von Böhmermanns "ZDF Magazin Royale" nach mehr als sechs Jahren angekündigt. Die Sendung soll am 18. Dezember zum letzten Mal zu sehen sein. Man befinde sich "aktuell in guten Gesprächen mit Jan Böhmermann zu einem möglichen neuen Show-Konzept", hieß es. Böhmermann betonte, das Ende von "ZDF Magazin Royale" sei allein seine Entscheidung gewesen.

Wie es nach dem 18. Dezember beruflich für ihn weitergeht, ließ er im Podcast-Gespräch noch offen: "Ich muss die Nadel von der Platte nehmen, um dann zu gucken, ob ich eine Platte umdrehe oder eine neue auflege - oder mir vielleicht einen CD-Spieler kaufe."

Zeitgleich sprach Böhmermann in Bezug auf zukünftige Projekte eine Art Warnung aus: "Wer mich einkauft oder die kreative Gruppe, mit der ich zusammenarbeite, weiß ja, was er oder sie zu erwarten hat. Und natürlich bin ich kompromisslos, wirklich kompromisslos und radikal im Herstellen des Programms."

Warnung vor Rechtsextremismus

Von Podcast-Host Eva Schulz darauf angesprochen, dass seine Sendung ende, während die AfD in zwei ostdeutschen Landtagswahlen stärkste Kraft geworden sei, antwortete Böhmermann ironisch: "Ich übernehme mit diesem Schritt die politische Verantwortung für das Versagen der Bundesregierung."

Gespräche mit Rechtsextremen lehne er ab: "Ich meine, ich bin wenig dogmatisch, aber ich möchte nicht mit Rechtsextremisten reden, und ich möchte nicht mit Leuten reden, die Rechtsextremisten normalisieren."

Quelle: ntv.de, csp/dpa

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