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Kritik von Umweltschützern Miley Cyrus kuschelt mit Joshua Tree

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Kaum vorstellbar, dass Miley Cyrus die Natur so egal ist.

(Foto: www.imago-images.de)

Die Fans lieben es, wenn Miley Cyrus sich in Szene setzt. Mit ihren letzten Instagram-Bildern ruft sie allerdings einige Kritiker auf den Plan. Die machen sich große Sorgen um den Baum, auf dem sie hockt.

Miley Cyrus weiß einfach, wie man sich gekonnt in Szene setzt. Immer wieder sorgen ihre Instagram-Fotos für großes Aufsehen. Mal räkelt sie sich auf einem Bett, schwimmt mit Schmuck behangen im Pool oder liegt nackt auf einer Liege und kuschelt mit einem Hund. Dieses Mal dient ihr ein ziemlich bekannter Baum als dankbares Fotomotiv.

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Ein Joshua Tree ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Palmen und kommt vor allem in der Mojave-Wüste des nach ihm benannten Nationalparks vor. Die Band U2 benannte 1987 ein Album danach und ließ sich mit einem solchen Joshua Tree fürs Cover ablichten. Was U2 können, kann Miley Cyrus natürlich schon lange - und besser. Und so hockt sie auf einem neuen Instagram-Foto auf dem Ast eines Joshua Tress. Auf einem sechs Stunden später hochgeladenen Bild hängt sie affenartig an selbigem. Einige Fans sehen das nun gar nicht gern.

Das liegt nicht etwa daran, dass Cyrus dieses Mal Klamotten trägt, beziehungsweise eine Klamotte, ist sie doch in einen mit bunten Blumen bedruckten und eng anliegenden Einteiler gehüllt. Die Follower machen sich vielmehr Sorgen um das Wohl des Gewächses, mit dem sie posiert. Durch ihre Anwesenheit im Geäst könnte die Pflanze Schaden nehmen, schreiben die Umweltschützer unter ihren Followern.

"Wüstenvegetation ist zerbrechlich"

Und Geary Hund, Geschäftsführer des Verbandes, der für die Mojave-Wüste zuständig ist, gibt ihnen Recht. In einem Statement an die US-Seite "USA Today" heißt es, Joshua Trees hätten ein flaches Wurzelsystem und jedes zusätzliche Gewicht könnte den Ästen schaden. "Wir haben Miley Cyrus gebeten, ihren Status als Figur des öffentlichen Lebens zu bedenken und die Fotos zu löschen, um Nachahmungen zu vermeiden."

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Auch Susan Burnett, Chefin eines der Hotels in der Gegend, sagte zur Zeitung "Desert Sun": "Ich mag Miley Cyrus wirklich sehr, aber wir haben so lange versucht, die Öffentlichkeit über die Joshua Trees aufzuklären und sie für deren Schutz zu sensiblisieren, dass diese Fotos für uns nun einen großen Rückschritt bedeuten könnten."

Zwar wisse er nicht, wo der Baum wirklich stehe, auf dem Cyrus sitzt, doch sei ihm bekannt, dass die Sängerin den Joshua Tree Nationalpark häufiger besuche, so George Land, Sprecher des Parks. "Wir würden es zu schätzen wissen, wenn es die Menschen mehr respektieren würden, dass die Wüstenvegetation manchmal etwas zerbrechlich ist. Wir möchten aber niemanden dazu anregen, Miley Cyrus für ihr Verhalten zu bedrohen."

Sie habe aber nun mal eine große Fangemeinde. "Die Leute gucken, was sie macht. Wir würden es begrüßen, wenn sie diese Art von Aktivität einschränken und solche Bilder nicht bei Social Media hochladen würde." Cyrus selbst hat bislang noch nicht auf die Vorwürfe reagiert.

Quelle: n-tv.de, nan

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