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Mehr pikante Details aus Prozess Heard wollte über Erektionsstörung reden

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Seit 2016 getrennte Leute: Amber Heard und Johnny Depp.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ihr Prozess ist vorbei, doch der Wirbel um Amber Heard und Johnny Depp nimmt nicht ab. US-Medien teilen immer mehr pikante Beweisanträge des Ex-Paares, die in der Verhandlung abgelehnt wurden. Unter anderem wollte die 36-Jährige offenbar eine angebliche erektile Dysfunktion Depps thematisieren.

Es geht immer noch intimer: Derzeit werten US-Medien vor Kurzem entsiegelte Vorverhandlungsdokumente des Rechtsstreits zwischen Johnny Depp und Amber Heard aus. Dabei stoßen die Journalisten unter anderem auch auf vom Gericht abgelehnte Beweisanträge, die es teilweise in sich haben. Neueste Enthüllung, unter anderem von "Page Six": Das Anwaltsteam von Heard wollte eine angebliche Erektionsstörung von Johnny Depp im Gerichtssaal thematisieren.

Als Beweis für sein Leiden hätte eine Liste von Medikamenten vorgelegt werden sollen. Die Argumentationskette des Heard-Teams: Der medizinische Zustand von Depp sei für die Verhandlung relevant, da dies erklären könnte, warum er gegenüber Heard handgreiflich wurde - inklusive sexueller Gewalt. Wegen seines Leidens hätte er Heard unter anderem mit einer Flasche penetriert. Außerdem sei die erektile Dysfunktion ursächlich für seine tiefgreifenden Aggressionen gegenüber Heard.

Die Antwort des Depp-Teams ließ laut den Unterlagen nicht lange auf sich warten. Heard würde einen "Zirkus" aufführen und eindeutig anzügliche Dinge bewusst in die Öffentlichkeit zerren wollen. Auch im Gerichtsaal behauptete Heard, Depp habe sie im Jahr 2015 in Australien mehrfach mit einer Flasche vergewaltigt. Der Beschuldigte sagte hingegen aus, dass er nicht perfekt sei, aber nie in seinem Leben sexuelle Übergriffe oder körperliche Misshandlungen begangen habe. Es seien "haarsträubende" und "ungeheuerliche" Geschichten, die Heard gegen ihn vorbringen würde.

Depp gewann Verleumdungsklage

Bereits in den vergangenen Tagen waren Ausschnitte aus den Gerichtsunterlagen veröffentlicht worden. So berichtete "The Daily Beast", dass Richterin Penney Azcarate Heards Team die Vorlage einer Gesprächsnotiz aus dem Scheidungsverfahren gegen ihren Ex-Mann verweigert hatte. Laut der Notiz ignorierte sie den Rat ihrer Anwälte, die maximale Summe zu verlangen, die ihr nach der Scheidung zugestanden hätte. So hätte die 36-Jährige angeblich ein Anrecht auf die Hälfte der 33 Millionen Dollar gehabt, die Depp für seine Rolle im vierten "Fluch der Karibik"-Teil erhalten haben soll. Heard soll diesen Anspruch jedoch nicht geltend gemacht und in einer E-Mail an ihre Anwälte erklärt haben, sie stehe "fest zu (ihrem) Wort, dass es hier nicht ums Geld geht".

Auch Depps Team erhielt laut "Daily Beast" einen Dämpfer. Demnach hatte der 59-Jährige offenbar versucht, Nacktfotos von Heard als Beweismittel einzureichen. Auch ihre kurze Arbeit als erotische Tänzerin sollte anscheinend thematisiert werden. Beides wurde jedoch nicht zugelassen.

Anfang Juni gewann Depp nach rund sechs Prozesswochen die Verleumdungsklage gegen Heard. Er hatte sie wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der "Washington Post" veröffentlicht hatte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. Darin behauptete sie, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann erwähnte sie nicht namentlich. Depp erklärte aber, dass der Beitrag dennoch seine Karriere ruiniert, seinen Ruf beschädigt und ihn viel Geld gekostet habe. Heard reichte daraufhin eine Gegenklage gegen ihren Ex in Höhe von 100 Millionen Dollar ein.

Die 36-Jährige wurde im Prozess zu einer Schadenersatzzahlung von rund 15 Millionen Dollar verurteilt, aufgrund lokaler Gesetze wurde die Summe jedoch auf 10,35 Millionen Dollar gedeckelt. Johnny Depp muss ihr wiederum zwei Millionen Dollar zahlen. Beide Seiten haben Berufung gegen das Urteil eingelegt. Heard soll nicht über die entsprechenden Mittel verfügen, allerdings versuchen, das Geld zusammenzutragen. Wie das Promiportal "TMZ" meldete, verkaufte sie inzwischen unter anderem ihr Haus im kalifornischen Yucca Valley für 1,05 Millionen Dollar.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 02. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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