Unterhaltung

Umfeld belastet Thomas MarklePolizei erhielt Brief zu Meghans Vater später als von ihr angegeben

24.10.2026, 21:51 Uhr
00:00 / 04:45
588164231
Meghan sagte, ihr sei damals von den Behörden versichert worden, dass die Vorwürfe untersucht würden. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Eine bisher unbekannte Person aus Meghans familiärem Umfeld erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Vater und wendet sich im Januar 2019 an die Londoner Polizei. Die Herzogin hatte bisher vom Jahr 2018 gesprochen. Ihr Sprecher räumt eine mögliche Verwechslung ein.

Die Londoner Metropolitan Police hat einen Brief mit schweren Vorwürfen gegen Herzogin Meghans Vater Thomas Markle im Januar 2019 erhalten und an das Büro von Meghan und Prinz Harry weitergeleitet. Die Anschuldigungen wurden jedoch nicht an andere Strafverfolgungsbehörden übermittelt. Das bestätigte die Polizei dem "People"-Magazin nach einer Überprüfung ihrer Unterlagen. Laut britischen Medienberichten stamme der Brief von einer dem familiären Umfeld nahestehenden Person, die sowohl Herzogin Meghan als auch ihren Vater Thomas Markle gut kenne.

Damit weicht die dokumentierte Chronologie von Meghans bisheriger Darstellung ab: Die Herzogin hatte am Freitag erklärt, der Brief sei bereits 2018 an die Polizei geschickt und anschließend mit ihr geteilt worden. Nun räumte ihr Sprecher ein, dass sie sich beim Zeitpunkt möglicherweise um einige Monate geirrt habe.

Nach Angaben eines Polizeisprechers enthielt der Brief mehrere Vorwürfe wegen mutmaßlicher Straftaten außerhalb Großbritanniens. Das Schreiben sei an die für den Personenschutz zuständige Einheit weitergeleitet worden, um Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Meghan zu melden. Nach Prüfung des Briefes habe die Polizei entschieden, das Büro der Sussexes über dessen Inhalt zu informieren. Die Anschuldigungen selbst seien jedoch nicht an andere Strafverfolgungsbehörden weitergegeben worden.

Meghan hatte zuvor erklärt, ihr sei damals versichert worden, dass die Vorwürfe untersucht würden. Ob und welche Untersuchungen ihr zugesichert worden waren, ist bisher unklar. Die Metropolitan Police überprüft inzwischen, wie der Fall 2019 behandelt wurde. Zudem erwägt sie, die Angelegenheit an die unabhängige Polizeiaufsicht Independent Office for Police Conduct (IOPC) zu verweisen.

Meghan hatte den Brief zunächst auf das Jahr 2018 datiert und die darin enthaltenen Vorwürfe als "beunruhigend und verstörend" bezeichnet. Ihr Sprecher erklärte nun gegenüber dem US-Magazin "People", es sei nachvollziehbar, dass sich die Herzogin bei Ereignissen, die mehr als sieben Jahre zurücklägen, ohne zeitnahe Aufzeichnungen um einige Monate irren könne.

"Man muss anerkennen, dass sie ihr Bestes tut, um sich an den genauen zeitlichen Ablauf von Ereignissen zu erinnern, die damals nicht protokolliert wurden, und dass Abweichungen von einigen Monaten eine verständliche Folge des Zeitablaufs sind", hieß es weiter. Sollten die Polizeiunterlagen den Eingang und die Weitergabe des Briefes im Jahr 2019 eindeutig belegen, sei dieses Datum als maßgeblich anzusehen.

Die britische Zeitung "The Sun" berichtete, eine Kopie des früheren Briefes eingesehen zu haben. Darin werde Thomas Markle unter anderem vorgeworfen, ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Wer genau das Schreiben verfasst hat, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die Anschuldigungen sind nicht belegt.

Die aktuellen Vorwürfe wegen des mutmaßlichen Besitzes von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs gehen auf Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. zurück. Er behauptet, entsprechendes Material unter den Habseligkeiten seines Vaters auf den Philippinen entdeckt und die Behörden informiert zu haben.

211902568
Meghans Vater Thomas Markle bestreitet sämtliche Vorwürfe. (Foto: picture alliance/dpa/Alaska TV/Channel 5)

Thomas Markle Sr. weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Gegenüber der "Daily Mail" bezeichnete er sie als Lügen und erklärte, er sei "schockiert, verletzt und sehr aufgebracht". Er habe nichts von dem getan, was ihm vorgeworfen werde.

Ein Sprecher der philippinischen Polizei in Cebu City bestätigte gegenüber dem US-Portal "TMZ", dass strafrechtliche Ermittlungen laufen. Demnach sei eine auf den Schutz von Frauen und Kindern spezialisierte Einheit mit dem Fall betraut. Auch das FBI erklärte gegenüber "TMZ", über die Vorwürfe informiert zu sein und die philippinischen Behörden "bei Bedarf" unterstützen zu wollen.

Quelle: ntv.de, bho/spot

Herzogin MeghanKindesmisshandlungGroßbritannienBritisches Königshaus