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"Wie eine eiternde Wunde" Prinz Harry spricht über Tod seiner Mutter

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Verlor seine Mutter im Alter von zwölf Jahren: Prinz Harry.

(Foto: imago images/i Images)

Es sind bewegende Worte, mit denen sich Prinz Harry an den Unfalltod seiner Mutter, Prinzessin Diana, erinnert. In einem neuen Dokumentarfilm spricht er ganz ehrlich über die Schattenseiten, die sein Leben im Rampenlicht mit sich bringt. Das geht unter die Haut.

"Alles, was ich mache, erinnert mich an sie." Offen wie nie zuvor spricht Prinz Harry jetzt vor einer Kamera über den Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana (1961-1997). Im Rahmen der Südafrika-Reise, die er Ende September gemeinsam mit Herzogin Meghan und dem damals vier Monate alten Sohn Archie angetreten war, entstand ein Dokumentarfilm, der den Royal von einer Seite zeigt, die der Öffentlichkeit sonst zumeist verwehrt bleibt.

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Der Herzog von Sussex reiste nicht nur nach Südafrika, sondern auch nach Botswana, Angola und Malawi. Er wollte beenden, was seine Mutter einst begonnen hatte: Zusammen mit einer Wohltätigkeitsorganisation trieb er in Angola den Kampf gegen Landminen weiter voran. "Es war ziemlich emotional, die Schritte meiner Mutter 22 Jahre später nachzuvollziehen", sagte er über das bewegende Projekt.

Über den tragischen Tod von Lady Di ist Prinz Harry bis heute nicht hinweg. Er war gerade einmal zwölf Jahre alt, als sie nach einem Autounfall in Paris starb. Die einstündige Dokumentation macht dies deutlich. Darin spricht der heute 35-Jährige von einer noch immer "eiternden Wunde". "Jedes Mal, wenn ich eine Kamera oder deren Blitz sehe, jedes Mal, wenn ich ein Klicken höre, bringt es mich sofort dahin zurück", so die Worte des Royals.

Prinz Harry hat Angst um Meghan

Sich diesem Gefühl zu entziehen, sei für ihn nicht möglich. Durch die Tatsache, ein Teil der königlichen Familie zu sein, "mit der Rolle, dem Job und dem Druck, der damit einhergeht", so Prinz Harry, werde er "leider an die schlechten Dinge erinnert".

Umgesetzt wurde das Filmprojekt von Journalist Tom Bradby. Er begleitete die royale Familie auf ihrer Afrika-Reise. Laut "The Sun" sagte Bradby, er habe nicht nur realisiert, welches Glück der Royal-Status bedeuten kann, sondern auch welchen Druck und welchen Schmerz. Über Prinz Harry fügte er außerdem hinzu: "Seine große Angst ist es, dass seine Frau dem gleichen Druck ausgesetzt ist wie seine Mutter."

Auch Herzogin Meghan wird in dem Film über ihr neues Leben im Rampenlicht befragt. Der Dokumentarfilm "Harry and Meghan: An African Journey" wird am 20. Oktober um 21 Uhr von dem britischen Fernsehnetzwerk ITV ausgestrahlt.

Quelle: ntv.de, lri/spot