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Solidaritätskampagne für Floyd Promis sehen schwarz

Die Ereignisse um den Tod des US-Amerikaners George Floyd bleiben auch in den sozialen Netzwerken nicht unkommentiert. Zahlreiche Menschen posten aktuell einfach nur ein schwarzes Bild mit dem Hashtag "Black lives matter". Auch viele Promis beteiligen sich daran. Manche haben aber noch mehr zu sagen.

Der schwarze US-Amerikaner George Floyd stirbt bei einer Polizeikontrolle. Obwohl er immer wieder sagt, er könne nicht atmen, nimmt der Polizist Derek Chauvin knapp neun Minuten nicht sein Knie aus dem Nacken des Festgenommen - bis Floyd schließlich elendig erstickt.

Dieser Akt willkürlicher Polizeigewalt wird zum Auslöser massiver Proteste in den USA. Und zur Initialzündung für weitere Gewalt. Nicht nur die Kundgebungen schlagen mancherorts in Randale um. Auch die Polizei geht mitunter unverhältnismäßig hart gegen friedliche Demonstranten vor. Dann etwa, als US-Präsident Donald Trump in Washington eine Kirche besucht. Und kein Geringerer als Trump gießt zugleich weiter munter Öl ins Feuer, etwa indem er die Proteste als "Akte von inländischem Terror" bezeichnet und gar mit dem Einsatz des Militärs dagegen droht.

Von Robbie Williams bis Vanessa Mai

In den sozialen Netzwerken bringen unterdessen zahlreiche Menschen ihre Solidarität mit der schwarzen US-Bevölkerung zum Ausdruck, die immer wieder Opfer rassistischer Übergriffe auch durch Polizisten wird. Nicht nur der Hashtag "Black lives matter" ("Schwarze Leben zählen") - in Anlehnung an die gleichnamige Bewegung gegen Gewalt gegen Schwarze - macht die Runde. Aktuell posten viele auch einfach nur ein schwarzes Bild auf ihrer Instagram-Seite.

Zu den Stars, die so Stellung beziehen, gehören bislang etwa die Schwestern Kylie und Kendall Jenner aus dem Kardashian-Clan, Sänger Robbie Williams oder seine Kollegin Kesha. Viele versehen ihre Solidaritätsbekundung aber auch noch mit einer anderen Botschaft, darunter auch deutsche Promis wie Schlagerikone Vanessa Mai oder die Boris-Becker-Ex Lilly.

"Es ist nicht genug, im Stillen kein Rassist zu sein, jetzt ist es an der Zeit, lautstark antirassistisch zu sein", schrieb Mai in weißen Lettern auf schwarzem Grund. Und Lilly Becker erklärte: "Wenn du es leid bist, von Rassismus zu hören, stelle dir vor, wie leid es manche Menschen sind, ihn zu erleben."

Popstar Pink wiederum übernahm einen Text von Schauspielerin Ellen Pompeo für ein eindeutiges Statement auf schwarzem Hintergrund: "Wir stehen gegen Rassismus ein. Wir stehen für Inklusion", heißt es darin. Und: "Wir müssen uns vereinen und die Stimme erheben."

Schon in den vergangenen Tagen hatten sich diverse Stars auch anderweitig zu den Ereignissen in den USA zu Wort gemeldet. "Das muss aufhören", verlangte Madonna etwa zu einem Video, das Floyds Festnahme zeigt. Auch Beyoncé forderte "Gerechtigkeit für George Floyd". Lady Gaga zeigte sich vom Tod des 46-Jährigen "schockiert" und wies Trump unumwunden eine Mitverantwortung zu. "Er befeuert ein System, das bereits von Grund auf rassistisch ist", schrieb sie ihm ins Stammbuch.

Quelle: ntv.de, vpr

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