Unterhaltung

Work-Life-Balance aus der Hölle "Severance" von Ben Stiller ist erschreckend

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Hat sich in zwei Persönlichkeiten spalten lassen: Mark Scout (Adam Scott) in "Severance".

(Foto: Apple TV+)

Die Science-Fiction-Serie "Severance" von Regisseur und Produzent Ben Stiller zieht eine klare Linie zwischen Arbeit und Freizeit. Die Fragen, die dadurch aufgeworfen werden, sind so faszinierend wie beängstigend.

Der Witwer Mark Scout (Adam Scott) hat sich nach dem Verlust seiner Frau dazu entschlossen, Mitarbeiter der Firma Lumen Industries zu werden. Lumen wendet bei seinen Angestellten das sogenannte "Severance"-Verfahren an, bei dem durch einen chirurgischen Eingriff ins Gehirn eine Barriere zwischen den Erinnerungen auf der Arbeit und denen des Privatlebens installiert wird. Was für Mark als Akt der Trauerbewältigung begann, wird ab dem Tag, an dem sein bester Freund und Arbeitskollege Petey (Yul Vazquez) unter mysteriösen Umständen entlassen wird, zu einem Verwirrspiel aus Wahrheit und Lüge. Die perfekte wie auch perfide Work-Life-Balance gerät ins Wanken.

"Oscars & Himbeeren"

Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den ntv-Podcast rund ums Streamen. Diesmal neben der ausführlichen Kritik zu "Severance": eine schwarzhumorige Thriller-Serie mit Kristen Bell, der neueste Ableger des "Texas Chainsaw Massacre"-Franchise und der Wim-Wenders-Film "Grenzenlos".

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Mark sucht erneut nach Orientierung. Doch sowohl sein Arbeits- als auch sein Freizeit-Ich verlieren das Vertrauen in das "Severance"-Verfahren. Über allem schwebt die Frage: Was steckt hinter Lumen Industries? Als dann auch noch die neue Kollegin Helly (Britt Lower) ihre Arbeit aufnimmt, werden Ereignisse in Gang gesetzt, deren Ausgang keiner der Beteiligten einschätzen kann.

Konsum und endloses Wachstum

Die Science-Fiction-Thriller-Serie "Severance" - jetzt bei Apple TV+ zu streamen - wirft existenzielle Fragen über unsere moderne Arbeitswelt auf. Unter der Federführung von Schöpfer Dan Erickson und den Regisseuren Ben Stiller und Aoife McArdle bebildert die Serie unverhohlen die Kluft zwischen dem, was gemeinhin als Work-Life-Balance verstanden wird, und dem, was die meisten Arbeiter in der Realität empfinden.

Sollte Arbeit nur dem Lebensunterhalt dienen oder muss ein Mensch in seiner Tätigkeit für die Gesellschaft auch einen persönlichen Nutzen oder gar einen bereichernden Sinn für sein Seelenheil finden? Unsere Wirtschaft ist auf Konsum und Wachstum aufgebaut. Das Individuum spielt selten eine zentrale Rolle. "Severance" hält dem Zuschauer einen Spiegel vor und entlarvt dabei faszinierende, aber ebenso verstörende und verachtenswerte Tatsachen im Umgang mit Menschen im Berufsleben.

Mehr zum Thema

Eine ausführliche Kritik zu "Severance" von Ronny und Axel - jetzt in einer neuen Folge des ntv-Podcasts "Oscars & Himbeeren". Außerdem dabei: eine schwarzhumorige Thriller-Serie mit Kristen Bell, der neueste Ableger des "Texas Chainsaw Massacre"-Franchise und der Wim-Wenders-Film "Grenzenlos".

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Quelle: ntv.de

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