Unterhaltung

Ein Held, sie alle zu strafen "The Punisher" setzt auf rohe Gewalt

095_CRIME_111_Unit_03137R.jpg

"The Punisher" ist die neueste Comic-Adaption auf Netflix.

(Foto: Jessica Miglio/Netflix)

Wie Superhelden, nur brutaler. So kann man sich den jüngsten Marvel-Streich "The Punisher" bei Netflix vorstellen. Hier ist der Held schnell an der Schusswaffe, versiert im Umgang mit dem Hammer und extrem exekutionsfreudig.

Ja, schon klar. Noch ein Superheld, der irgendwo nach dem Rechten sieht, indem er die dunklen Gassen der Stadt von Gang-Mitgliedern und anderen schlimmen Fingern befreit. Avengers, Defenders, Guardians - man kennt das Spiel. Marvel hat seine Comics in den vergangenen Jahren erfolgreich zu Bewegtbild verarbeitet. Jüngstes Mitglied im Club: "The Punisher".

*Datenschutz

Nach "Daredevil", "Jessica Jones", "Luke Cage", "The Iron Fist" und besagten "Defenders" ist "The Punisher" die sechste Marvel-Serie auf Netflix. Deswegen das Wichtigste vorab: Während die letzten beiden Formate in Sachen Unterhaltung etwas hinterherhinkten, macht dieses wieder Spaß.

! Spoiler aus "Daredevil" Staffel 2 !

Held des neuen Serienausflugs ist Frank Castle (Jon Bernthal) - "Daredevil"-Fans kennen ihn bereits. Castle hat keine übernatürlichen Kräfte und auch kein spirituelles Sondertraining durchlaufen, dafür aber Kriegserfahrung. Castle war in Afghanistan. Nach seiner Rückkehr wurde seine Familie grausam ums Leben gebracht. Die Täter sind zu Beginn von "The Punisher" bereits abgemurkst und der Rächer ist bärtig untergetaucht.

Um einen Eindruck von "The Punisher" zu gewinnen, muss man vor allem eins wissen: Die Show ist brutaler als ihre Schwester-Formate. Es wird so viel geballert, dass angeblich infolge des Amoklaufs von Las Vegas sogar der Starttermin verschoben wurde. Während die Superhelden wie Daredevil sich dem Konzept "Leben lassen" verschrieben haben, wird bei "The Punisher" hingerichtet.

Mit dem Hammer ins Gesicht

Castle ist die wirklich konsequente Ausführung des guten Bösen, also des Helden, den eine grässliche Welt zu dem gemacht hat, was er ist. Nur trinkt er eben nicht einfach schon vormittags wie Jessica Jones, sondern drischt tatsächlich einfach mit dem Hammer in Gesichter und hört auch dann nicht auf, wenn er von seinem Gegner nicht mal mehr einen feuchten Atemstoß zu befürchten hat.

So richtig überraschend ist die Handlung von "The Punisher" nicht. Aber die Serie ist solide gespielt, sieht hochwertig aus und trägt schon mal durch verschiedene Einheiten Pizza im Bett. Wer das Superhelden-Motiv also noch nicht durchgelutscht hat, dürfte sich mit "The Punisher" ganz gut die Zeit vertreiben können.

"Marvel's The Punisher" ist ab dem 17. November abrufbar über Netflix.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema