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"America's Next Top Model"-DokuTyra Banks verklagt Netflix wegen Verleumdung

14.06.2026, 04:04 Uhr
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Tyra Banks im November in Doha. (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

In einer Klage wirft Tyra Banks Netflix vor, sie in der Doku über "America's Next Top Model" durch selektive Schnitte falsch dargestellt zu haben. Die Produktion habe eine "verzerrte und diffamierende Erzählung" geschaffen.

Tyra Banks geht juristisch gegen Netflix vor. Hintergrund ist die negative Darstellung der 52-jährigen Moderatorin in der Netflix-Dokuserie "Reality Check: Inside America's Next Top Model", wie "People" berichtet. Die Netflix-Produktion befasst sich kritisch mit der Erfolgsshow "America's Next Top Model". Laut einer am Samstag eingereichten Klage wirft Banks dem Streamingdienst demnach vor, ihre Aussagen aus einem mehr als dreieinhalbstündigen Interview massiv gekürzt und nur rund 16 Minuten Material verwendet zu haben. Dieses sei "aus dem Kontext gerissen" und so zusammengeschnitten worden, dass es "falsche und diffamierende Narrative" unterstütze.

Banks betont, sie habe sich bewusst offen für eine kritische Auseinandersetzung mit der Show gezeigt - inklusive eigener Fehler und Verantwortung. Die Doku habe jedoch vor allem kontroverse Aspekte zugespitzt und andere Teile ihrer Aussagen, etwa zu "Verantwortlichkeit" und Produktionsentscheidungen, ausgelassen. Ein zentraler Vorwurf ist, dass die Serie den Eindruck erwecke, Banks habe schwerwiegende Vorwürfe im Zusammenhang mit Kandidatinnen bewusst ignoriert oder falsch eingeordnet. Diese Darstellung sei laut Klage "komplett erfunden" und durch selektive Schnitte konstruiert worden.

Auch weitere Szenen werden beanstandet, darunter Aussagen ehemaliger Beteiligter über fehlenden Kontakt nach gesundheitlichen Problemen. Banks argumentiert, sie habe sehr wohl versucht, Kontakt aufzunehmen, was jedoch in der Doku nicht ausreichend gezeigt worden sei.

Tyra Banks fordert Schadenersatz

Banks fordert Schadenersatz sowie ein Geschworenenverfahren. Sie macht unter anderem finanzielle Einbußen und Rufschädigung geltend. In der Klage wird allerdings kein fester Betrag öffentlich genannt, dieser müsse durch ein Gericht festgelegt werden. Netflix und die beteiligten Produktionsfirmen haben sich bislang nicht zu der Klage geäußert.

Die Doku, die im Februar 2026 bei Netflix erschien, hatte bereits zuvor für Diskussionen gesorgt: Während einige ehemalige Beteiligte die kritische Aufarbeitung unterstützen, verteidigen andere Banks und werfen der Serie eine verzerrte Darstellung vor.

Quelle: ntv.de, mau/spot

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