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Montag, 17. Oktober 2016

"European Outdoor Filmtour": Verrückte Boyband schippert durch Grönland

Von Lisa Schwesig

Fünf Männer auf einem Boot - das bedeutet nicht nur Platzmangel, sondern auch jede Menge Spaß. Wenn sie dann auch noch musikalisch sind und an grönländischen Steilwänden klettern, befinden wir uns bei der "European Outdoor Filmtour".

Bereits zum fünfzehnten Mal präsentiert die "European Outdoor Film Tour" besondere Kurzfilme von außergewöhnlichen Extremsportlern. In diesem Jahr bietet die Tour eine Mischung aus sieben Beiträgen über Skikünstler, Ausnahmekletterer, verrückte Mountainbiker und kuriosen Matrosen, die berühren, belustigen und motivieren.

Wo noch nie ein Mensch zuvor war

Gefährliche Wasserfälle warten auf vier Kajak-Fahrer.
Gefährliche Wasserfälle warten auf vier Kajak-Fahrer.(Foto: Red Bull)

Den Anfang macht "Locked In" mit vier tollkühnen Kajak-Fahrern, die den Beriman River in Papua Neuguinea bezwingen wollen. 48 Kilometer lässt sich das erfahrene Quartett - bestehend aus Ben Marr, Chris Korbulic, Pedro Oliva und Ben Stookesberry - die wilde Strömung hinuntertreiben. Nie zuvor hat ein Mensch diese Flussfahrt durch den Dschungel der Insel gewagt. Die vier Abenteurer können sich deshalb nicht auf Karten, sondern nur auf ihre Intuition verlassen. Erschwert wird die Mission durch meterhohe Wasserfälle, aufgeweichte Füße und kilometerweite Märsche durch tropische Wälder. "Locked In" zeigt neben außergewöhnlichen Sportlern auch fantastische Aufnahmen der beinahe unberührten Natur Papua Neuguineas.

Zwei Ritter der Lüfte

Fliegen kann schön sein, aber auch gefährlich.
Fliegen kann schön sein, aber auch gefährlich.(Foto: Anson Fogel)

Das Fliegen mit einem Wingsuit gilt als besonders gefährliche Extremsportart, und doch wagen sich Matt Blank und Ian Flanders immer wieder in Schluchten und auf Felsvorsprünge, um von dort aus den ultimativen Kick zu erleben. Die beiden Ritter der Lüfte verbindet eine tiefverwurzelte Freundschaft, der nicht einmal der Tod ein Ende setzen kann. In "When We Were Knights" werden die Gegensätze des Sports sichtbar: Zum einen liefert das Fliegen ohne Fallschirm einmalige Aussichten auf die Welt. Zum anderen birgt der Extremsport eine hohe Gefahr für das eigene Leben.

Wenn Passion zum Flow wird

Harald Philipp und sein Bike sind eins.
Harald Philipp und sein Bike sind eins.(Foto: Manfred Stromberg)

Mountainbiker Harald Philipp hat sich schon lange von gewöhnlichen Bergabfahrten und Wald-Parcours verabschiedet. Stattdessen begibt er sich mit seinem Mountainbike an ganz besondere Orte, an denen man normalerweise nicht auf einen Sattel springen würde. Der Biker wird dann eins mit seinem Rad und kommt in einen "Flow" (so der Titel des Film), der ihn immer wieder fesselt und seine Leidenschaft für das Mountainbiken entfacht. In "Flow" erklärt Philipp seine Faszination für den Sport und gibt Hinweise, die auch für das eigene Selbst hilfreich sein können.

Erstbegehung mit Hindernissen

Erst Dschungel, dann schneebedeckte Berge in Myanmar.
Erst Dschungel, dann schneebedeckte Berge in Myanmar.(Foto: Renan Ozturk)

Zum wiederholten Mal stellt sich eine Expeditionsgruppe einer beinahe unlösbare Aufgabe: Hilaree O'Neill, Mark Jenkins, Emily Harrington, Cory Richards und Renan Ozturk machen sich auf den Weg zur Besteigung des vermutlich höchsten Bergs Südostasiens. Noch nie hat es ein Bergsteiger auf den Gipfel des Hkakabo Razi in Myanmar geschafft, weshalb er ein Mysterium ist. Für die Gruppe wird bereits die Anreise zum Fuß des Berges zur Tortur, und dann haben sie noch einen Aufstieg von über 5800 Metern vor sich. Die Expedition zehrt an den Kräften, den Nerven und nicht zuletzt an Freundschaften. Der Zuschauer wird in "Down To Nothing" hinter die Kulissen der "National Geographic"-Tour geführt und erfährt, welche Probleme abseits faszinierender Naturfotografien und spannender Reiseberichte auftreten.

To-do-Liste extrem

Der kleine Punkt am Berggipfel ist Jérémie Heitz.
Der kleine Punkt am Berggipfel ist Jérémie Heitz.(Foto: Tero Repo)

Blaue, rote und schwarze Pisten hat Jérémie Heitz längst hinter sich gelassen. Für den Steilwandskifahrer beginnt der Spaß erst ab einem Gefälle von über 50 Grad. In "La Liste" stellt er sich seiner nächsten Herausforderung. Heitz will seine persönliche Liste von 15 Touren auf Bergen jenseits der 4000 Meter abfahren. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde saust er die Berge auf seinen Skiern hinunter und steht damit an der Weltspitze der Extremskifahrer. Der Film macht Lust, sich die Skier unter die Füße zu schnallen und einen Hügel hinunterzubrausen.

Ungleiches Paar mit großer Mission

David Lama und Conrad Anker sind unterwegs in Nepal.
David Lama und Conrad Anker sind unterwegs in Nepal.(Foto: Martin Hanslmayr/Red Bull)

David Lama gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Kletterern im deutschsprachigen Raum. Nun kehrt der Österreicher in die Heimat seines nepalesischen Vaters zurück - mit einem ehrgeizigen Ziel. Gemeinsam mit dem bekannten US-Alpinisten Conrad Anker will er den Lunag Ri (6895 Meter) besteigen. Das ungleiche Duo (Lama ist 26, Anker 53 Jahre alt) stößt schnell an seine körperlichen Grenzen. Falsche Informationen und eine geringe Nahrungsmittelversorgung erschweren die geplante Gipfelbesteigung. Abseits seines Kletterabenteuers lädt Lama in "Lunar Ri" dazu ein, ihn und seine Eltern beim Familientreffen im Gebirge Nepals zu begleiten.

Ein Dodo im Eismeer

Den unterhaltsamsten Beitrag der Reihe liefern Sean Villanueva O'Driscoll, Benjamin Ditto und die Brüder Olivier und Nicolas Favresse. Zum zweiten Mal ist das musikalische Quartett an Bord der "Dodo's Delight". Gemeinsam mit dem 79 Jahre alten Kapitän Bob macht sich die verrückte Boyband auf den Weg nach Baffin Island. Mit dem Schiff geht es durch Eisfelder, grönländische Dörfer und an Eisbären vorbei, um zu bisher unbekletterten Felsen zu gelangen. Ihre stetigen Begleiter sind Musik, Alkohol und jede Menge Spaß. Herausgekommen ist dabei nicht nur der Film "The Adventures Of The Dodo", sondern auch ein Seemans-Hit, der einem nicht mehr aus den Ohren geht.

Alle sieben Kurzfilme sind bei der "E.O.F.T" 2016/2017 in zwölf europäischen Ländern und Dutzenden Städten zu sehen. Termine und Tickets finden Sie hier.

 

 

Quelle: n-tv.de

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