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Nach Anwalts-Wechsel Weinstein-Prozess auf Juni vertagt

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Harvey Weinstein hat nun einen Monat länger Zeit, bis er wieder vor Gericht erscheinen muss.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ab dem 6. Mai soll Harvey Weinstein eigentlich der Prozess gemacht werden. Eigentlich, denn nun hat sein neues Anwaltsteam eine Aufschiebung erwirkt. Die Verteidiger haben einen Monat länger Zeit, sich auf ihren Job vorzubereiten.

Im Januar dieses Jahres warf Harvey Weinsteins Anwalt Ben Brafman das Handtuch. Laut dem Promi-Portal "TMZ" soll es zum Zerwürfnis gekommen sein, weil Weinstein sein Verteidigerteam deutlich aufstocken wollte. Das soll Brafman missfallen haben. Anschließend wurde er durch gleich drei neue Anwälte ersetzt. Jose Baez, Ronald Sullivan und Duncan Levin heißen die Männer, die die Verteidigung des 66-Jährigen übernommen haben.

Das neue Anwaltsteam hat jetzt in einer ersten Amtshandlung erstmal mehr Zeit für seine  Vorbereitung erwirkt. Wie die US-Seite "New York Post" berichtet, wurde der Prozesstermin einen vollen Monat nach hinten verschoben. Statt ab dem 6. Mai wird sich der gefallene Filmmogul nun ab dem 3. Juni in Manhattan vor Gericht verantworten müssen. Derzeit gehe man von einer zehnwöchigen Verhandlung vor dem Bundesgericht Brooklyn aus, heißt es dort weiter.

Prominente Verteidigung

McGowan und Argento waren die Vorkämpferinnen der #MeToo-Bewegung und Freundinnen.

Auch #metoo-Gründerin Rose McGowan wurde schon von Baez und Sullivan verteidigt.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die drei Strafverteidiger konnten sich bereits mit vielen prominenten Klienten und Fällen einen Namen machen. In einem von großem Medieninteresse begleiteten Prozess verteidigte Baez im Jahr 2011 Casey Anthony. Die junge Mutter wurde vom Mordvorwurf ihrer zweijährigen Tochter freigesprochen. Mackey erreichte im Jahr 2004 Bekanntheit mit seinem Mandanten Kobe Bryant. Der Basketball-Legende wurde vorgeworfen, eine 19-jährige Hotelangestellte vergewaltigt zu haben. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt, weil sich das mutmaßliche Opfer entschied, nicht weiter gegen Bryant auszusagen. Dieser hatte vor Gericht angegeben, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei.

Zuletzt verteidigten Baez und Sullivan auch die Schauspielerin Rose McGowan. Das Pikante daran: McGowan war eine der ersten Frauen, die Vorwürfe gegen Weinstein erhoben. Sie ist eine der lautesten Stimmen der #MeToo-Bewegung. Sie wurde des Drogenbesitzes angeklagt, nachdem unter einem Flugzeugsitz zwei Tütchen Kokain in ihrem Portemonnaie gefunden worden waren.

Quelle: n-tv.de, nan/spot

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