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"Was habe ich getan?" Winslet bereut Arbeit mit Allen und Polanski

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Kate Winslet würde die Zeit gern ein wenig zurückdrehen.

(Foto: dpa)

2011 war Kate Winslet in Roman Polanskis "Der Gott des Gemetzels" zu sehen, sechs Jahre später brillierte sie in Woody Allens "Wonder Wheel". Heute bereut sie jedoch, mit den Regisseuren gedreht zu haben. Beiden wird sexueller Missbrauch vorgeworfen.

Kate Winslet bereut aufgrund der #MeToo-Bewegung einige ihrer Filmarbeiten. Im Interview mit "Vanity Fair" sagte die Schauspielerin: "Ich denke mir: Was zum Teufel habe ich getan, als ich mit Woody Allen und Roman Polanski gearbeitet habe?"

Heute sei es für sie unvorstellbar, so Winslet weiter, wie hochgeschätzt diese Männer in der Filmbranche gewesen seien. Das sei "eine Schande". Weiter erklärte die 44-Jährige: "Und ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich mit beiden zusammengearbeitet habe." Sie könne die Uhr nicht zurückdrehen, bedauere das aber sehr.

"Ein anständiges Vorbild"

Winslet war in Polanskis Film "Der Gott des Gemetzels" (2011) zu sehen. Mit Allen arbeitete sie an "Wonder Wheel" (2017). In dem "Vanity Fair"-Interview sagte Winslet: "Das Leben ist sehr kurz und ich möchte mein Bestes geben, wenn es darum geht, jüngeren Frauen ein anständiges Vorbild zu sein."

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Die Vorwürfe gegen Woody Allen reichen zurück bis 1992. Seine Adoptivtochter Dylan Farrow behauptet, er habe sie als Kind sexuell missbraucht. Der Regisseur bestreitet die Anschuldigungen bis heute.

Auch seine Beziehung mit der Adoptivtochter seiner Ex-Frau Mia Farrow sorgt immer wieder für Kritik. Farrow ließ sich 1992 von Allen scheiden, nachdem sie von ihm geschossene Nacktfotos der 21-jährigen Soon-Yi Previn fand. 1997 heirateten Allen und Previn. Polanski floh 1978 aus den USA, nachdem ihm die Vergewaltigung eines minderjährigen Mädchens vorgeworfen worden war.

Quelle: ntv.de, lri/spot