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Sorge um ukrainische Kinder Wolodymyr Selenskyj trifft Orlando Bloom

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Kamen zu einem herzlichen Treffen zusammen: Wolodymyr Selenskyj und Orlando Bloom.

(Foto: picture alliance/dpa/Ukrainian Presidential Press Office)

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Es ist nicht das erste Mal, dass sich Hollywood-Star Orlando Bloom in seiner Funktion als UNICEF-Botschafter für die Menschen in der Ukraine engagiert. Nun trifft er dort auch persönlich Präsident Wolodymyr Selenskyj. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Kriegsfolgen für die Kinder in dem Land.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den britischen Schauspieler und UNICEF-Botschafter Orlando Bloom empfangen. Im Rahmen ihres Treffens, von dem Selenskyj ein Video auf Instagram veröffentlichte, wiesen die beiden auf die schweren Kriegsfolgen für Millionen Kinder in dem von Russland überfallenen Land hin.

"Der Krieg zerstört die Kindheit von ukrainischen Kindern, teilte Selenskyj mit. Tausende Schulen seien beschädigt oder zerstört. "Fast 2,7 Millionen ukrainische Schulkinder sind gezwungen, online oder in einer Mischform zu lernen", sagte der 45-Jährige. Mädchen und Jungen liefen Gefahr, Depressionen, Ängste oder andere psychische Probleme zu entwickeln.

Bloom, der sich seit 2009 als Botschafter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) für humanitäre Projekte einsetzt, erklärte bei dem Treffen, er habe eine Familie mit fünf eigenen Kindern und vier adoptierten Kriegswaisen besucht. Unicef unterstütze solche Eltern, "damit jedes ukrainische Kind Teil einer warmen, pflegenden und hingebungsvollen Familie" sein könne, sagte der 46-Jährige, der bei Instagram auch Fotos veröffentlichte. Solche Modelle seien besser für Kinder als Heime. "Kinder in der Ukraine müssen ihre Kindheit zurückerhalten", so der unter anderem aus den "Der Fluch der Karibik"-Filmen bekannte Schauspieler.

Bloom sprach auch das Schicksal vermisster Kinder an, deren Verbleib aufgeklärt werden müsse. Er bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin, ohne seinen Namen zu nennen, als einen "Kriegsverbrecher".

Das Internationale Strafgericht in Den Haag hat gegen Putin wegen Verschleppung von Kindern Haftbefehl erlassen. Russland bestreitet, dass Kinder deportiert würden. Moskau erklärt stattdessen, die Kinder seien vor dem Krieg in der Ukraine in Sicherheit gebracht worden. Dagegen beklagt etwa Selenskyj, dass Tausende Mädchen und Jungen zwangsweise "russifiziert" und ihrer ukrainischen Identität beraubt würden.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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