Kino

Vom Royal Dog zum Underdog Das geheime Leben des königlichen Hundes

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Standesgemäß in einem Union-Jack-Karton schenkt Prinz Philip seiner Frau einen neuen Corgi.

(Foto: Wild Bunch Germany)

Wie muss es sein, als Hund im Buckingham Palace zu leben? Eine Antwort darauf liefert "Royal Corgi". In dem Animationsfilm über den "Liebling der Queen" steigt ein neuer Star am Royal-Himmel auf, stürzt aber zugleich das gesamte Empire in eine diplomatische Krise.

Wie erobert man das Herz der Königin von England? Indem man ein niedlicher Hundewelpe der Rasse Corgi ist. Zumindest legt das der Animationsfilm "Royal Corgi, der Liebling der Queen" nahe. Doch als Top-Hund Ihrer Majestät hat man auch besondere Pflichten zu erfüllen. Und die machen Rex, so der Name des Hauptakteurs, ziemlich zu schaffen.

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Pretty in Pink: Melania Trump und ihr Hund, nebst dem US-Präsidenten.

(Foto: Wild Bunch Germany)

Beim Staatsbesuch des US-Präsidenten soll der Königliche sich von seiner besten Seite zeigen und sich mit dem First Dog von Donald Trump und seiner Ehefrau Melania verbinden. Doch wer jetzt schon von einer royalen Hundehochzeit träumt, irrt. Denn Rex ist wenig begeistert von seinem weiblichen Hundependant Mitzy aus Texas. Das erste Date der beiden Hunde läuft daher anders ab als von den Hundebesitzern geplant und eine diplomatische Krise zwischen den USA und Großbritannien bahnt sich an. Rex befürchtet, die Gunst der Queen verloren zu haben und flüchtet aus dem Palast. Es kommt, wie es kommen muss: Der royale Top-Hund landet im Tierheim, wo er neue Freunde trifft, aber auch Schwierigkeiten bekommt.

Kauzige Heldengeschichte

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Der Film von Ben Stassen und Vincent Kesteloot ist ab 0 Jahren.

(Foto: Wild Bunch Germany)

"Royal Corgi" ist definitiv ein Spaß für die ganze Familie. Es ist die klassische Geschichte eines Helden, der sich in ein Abenteuer stürzen und seinen Widersacher bekämpfen muss. Dabei bekommt er Unterstützung von vielen kauzigen Gesellen und der hübschen Hundedame Wanda.

Wie bei anderen aktuellen Animationsfilmen gibt es auch bei "Royal Corgi" Seitenhiebe auf aktuelle Geschehnisse in der realen Welt, die vor allem die Erwachsenen erfreuen dürften. So wird beim Besuch von Trump im Buckingham Palace nicht Coca Cola, sondern Covfefe Cola serviert und Melania Trump plaudert ausgelassen mit Prinz Philip darüber, weshalb sie eigentlich mit Donald zusammen sei: "Sein prachtvolles Haupthaar und sein prachtvolles Haupthaus haben mich sehr angezogen."

Love is in the air

Doch nicht nur die Liebe zwischen Donald und Melania spielt neben der eigentlichen Haupterzählung eine Rolle, sondern vor allem die zwischen Queen Elizabeth und Prinz Philip. So bekommt die Königin ihren künftigen Lieblingscorgi Rex etwa von ihrem Ehemann geschenkt, der daraufhin ihre Aufmerksamkeit mit dem Vierbeiner teilen muss. Umso witziger ist es, dass er abends mit Frau und Hund im Bett liegt und "How to kill my dog" (Wie bringe ich meinen Hund um) liest.

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Rex und seine Wanda werden schnell ein Dreamteam.

(Foto: Wild Bunch Germany)

Besonders liebreizend ist daher auch der letzte Dialog des Königspaares, in dem die Queen feststellt: "Liebe und royale Pflichten können schwierige Bettgenossen sein." Und der Prinzgemahl antwortet: "Außer bei uns, nicht wahr Liebes?", woraufhin sie sagt: "Wir sind eben alte Schule."

Der "Royal Corgi" erobert gleich zu Beginn das Herz des Zuschauers. Selbst animierte Welpen haben eben enormes Liebhabepotenzial. Gerade in der Mitte weist der Film allerdings einige Längen auf, die dem jüngeren Publikum (FSK 0) jedoch möglicherweise gar nicht auffallen. In jedem Fall bietet der eineinhalbstündige Streifen eine gute Unterhaltung. Zwar ist der Ausgang der Geschichte vorhersehbar, dennoch verspürt man nach dem Abspann den Wunsch nach mehr - vor allem mehr von Elizabeth und Philip.

"Royal Corgi" startet am 1. Mai in den deutschen Kinos.

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Quelle: n-tv.de

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