Kino

Fan Service par Excellence "Rogue One": Die bessere Star Wars Story

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Felicity Jones spielt die Hauptrolle der Jyn Erso in "Rogue One: A Star Wars Story".

Es ist kein Wiedersehen mit alten Helden. So überflüssig wie gedacht ist der Star-Wars-Ableger "Rogue One" aber nicht. Einen besseren Hauptdarsteller hätten sich die Macher nicht aussuchen können: den Todesstern.

Wir wollen ehrlich sein, die Erwartungen waren nicht sonderlich hoch. Nachdem der jüngste Star-Wars-Film "Das Erwachen der Macht" im vergangenen Jahr millionenfach Fan-Herzen gebrochen hat, hatte vorsichtshalber niemand mehr Hoffnung in "Rogue One" gesetzt. Ein Glück für Regisseur Gareth Edwards und sein Team. Völlig überraschend ist es ihnen geglückt, George Lukas Franchise doch noch zu bereichern.

So viel sei vorab gesagt: Ein brillanter Film ist "Rogue One" nicht geworden. Mit Felicity Jones oder Mads Mikkelsen hat man Schauspieler verpflichtet, die sich in der Vergangenheit bereits als Charakterdarsteller bewiesen haben. Den Charme der Newcomer John Boyega und Daisy Ridley aus Episode VII versprühen sie nicht. Macht aber nichts. Wer behauptet, seine Leidenschaft fürs Star-Wars-Universum fuße auf den feinsinnigen Dialogen, versucht sich an der falschen Stelle in cineastischem Hochmut.

Geschichte, nach der niemand gefragt hatte

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"Rogue One" startet am 15. Dezember im Kino.

"Rogue One" fügt sich mühelos in die Geschichte ein, die so viele vor langer Zeit liebgewonnen haben. Als Luke Skywalker sich endlich auf die Macht besinnt und im X-Wing zum Held wird, der er verdammt nochmal zu werden hatte, explodiert der Todesstern. Ein Bild, das in Episode IV vor allem durch symbolischen Charakter bestach, wird in "Rogue One" mit der Geschichte unterfüttert, nach der niemand gefragt hatte.

"Rogue One" erzählt, die Geschichte des Todessterns - von dem, der ihn geschaffen hat und von denen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um ihn eines Tages zerstören zu können. Der Film erzählt auch noch eine Menge Belanglosigkeiten. Hält sich zu lange damit auf, für seine Charaktere zu begeistern. Anders als das "Das Erwachen der Macht", wo man in Sachen Fan-Service stumpf auf kultige Motive setzte, befriedigt "Rogue One" aber das Bedürfnis, noch einmal etwas tiefer einzutauchen in die Handlung, die lange auserzählt und zu sein schien. Die Betonung liegt hier auf etwas. Aber etwas ist besser als nicht.

Wer noch kein Star-Wars-Fan ist, braucht sich für "Rogue One" nicht zu begeistern. Wer das Epos aber noch nicht aufgeben will und sich damit abfinden kann, dass das die meisten Dinge selten wieder so aufregend werden wie beim ersten Mal, wird "Rogue One" als Trostpreis genießen.

"Rogue One: A Star Wars Story" startet am 15. Dezember in den deutschen Kinos.

Quelle: n-tv.de

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