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Start von "The Voice Of Germany" Von Herz zu Herz

Die diesjährigen Coaches können es kaum erwarten - Quelle ProSieben Andre Kowalski.jpeg

Die Jury der zwölften Staffel von "The Voice of Germany": Peter Maffay, Stefanie Kloß, Mark Forster und Rea Garvey (v.l.n.r.).

(Foto: ProSieben / Andre Kowalski)

Vier hungrige Coaches, ein lernwilliger Newcomer-Kader mit großen Träumen und ein explosives Feuerwerk der Emotionen: Der Start der zwölften "The Voice Of Germany"-Staffel braucht keine lange Anlaufzeit. Auch Peter Maffay nicht.

Der Traum von der großen Pop-Karriere und einem Leben auf der Überholspur: Auch in diesem Jahr drängeln sich wieder unzählige musikalische Rohdiamanten vor den Toren der TV-Studios in Berlin-Adlershof. Ihr Ziel: die Aufmerksamkeit der erlauchten Jury zu gewinnen. In dieser spitzen diesmal, neben dem mittlerweile zum Show-Inventar gehörenden Basecap-Nerd Mark Forster Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß, Ex-Reamon-Chef Rea Garvey und Deutschpop-Urgestein Peter Maffay die Ohren. Letztgenannter markiert zu Beginn auch gleich mal das dickste "Hier bin ich!"-Ausrufezeichen.

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Für Maffay ist es sein erstes Mal in einer Castingshow.

(Foto: picture alliance/dpa/ProSieben/SAT.1)

Während die anderen Coaches bereits auf der Showbühne rumzappeln, fährt der gute Peter erst einmal stilecht mit dem schweren Motorrad vor, um sich Sekunden später eine Extraportion Applaus vom johlenden Studiopublikum abzuholen. Der Jubel von außen soll aber schnell eine andere Richtung einschlagen. Die vier Coaches sind schließlich nur da, um den eigentlichen Stars der Show auf ihrem Weg in den Pop-Olymp helfend und unterstützend zur Seite zu stehen.

"Ich habe den Knödel in deinem Hals gespürt"

Zum mittlerweile zwölften Mal drehen sich die berühmten vier Buzzer-Sessel um - in der Hoffnung, dass auf der Bühne wahre Sound-Feuerwerke gezündet werden. Die Coaches werden auch nicht enttäuscht. Bereits die eröffnende Performance von Richard aus Hameln rührt die Massen zu Tränen. "Ich habe den Knödel in deinem Hals gespürt", zwinkert Peter Maffay. Auch Mark Forster ist angetan: "Deine Präsenz hat Würde und Eleganz", adelt der Mann mit der schwarzen Kappe. Sekunden später reißt aber Kollegin Stefanie Kloß die Arme in die Luft. "Ich entscheide mich für Steffi", flüstert Richard ins Mikrofon.

Es soll nicht der einzige Kloß-Trumpf des Abends bleiben. Kurz vor Ende der Show sichert sich die Silbermond-Sängerin auch noch die zukünftigen Gesangsdienste von Singer-Songwriter-Kuschelbär André aus Herford. Der begeistert nicht nur mit kernigen Lagerfeuer-Qualitäten ("A Whiter Shade Of Pale"), sondern auch mit aufwühlenden Weisheiten: "Was nicht von Herzen kommt, das kann keine Herzen erreichen", bringt es der bärtige Barde auf den Punkt.

Zwischen Festivalbühne und Opernsaal

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Die Coaches buhlen wie immer um die besten Talente.

(Foto: picture alliance/dpa/ProSieben/SAT.1)

Mit Herz, Leib und Seele sind auch viele andere Kandidaten angereist. Jeder will einen der begehrten Team-Plätze ergattern. Ein Garant für nachhaltige Bewunderung war schon immer das Transportieren von großen Gefühlen. Die 31-jährige Bella aus Tübingen legt diesbezüglich die Messlatte hoch an. Viel Drama und volle Energie schmeißen auch die 17-jährige Pop-Göre Sophie ("ABCDEFU"), die rockende Empfangsdame Sissi ("Just Like A Pill"), die Schweizer Blues-Explosion Bruno ("Georgia On My Mind") und die gesanglich zwischen Festivalbühne und Opernsaal pendelnde Nel aus Hamburg ("Chandelier") in die Waagschale.

Den Performance-Vogel des Debütabends schießt aber ein aus Heilbronn stammender Student namens Julian ab. Noch vor dem ersten gesungenen Ton seines Enkels ist der im Backstagebereich mitfiebernde Opa "stolz wie Bolle". Seit Julians Kindheitstagen musizieren Großvater und Enkel schon gemeinsam. "Wir haben schon hundertmal zusammen 'Ich wollte nie Erwachsen sein' von Peter Maffay gesungen", jauchzt der Opa.

Die Coaches sind hin und weg

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Mit einer beeindruckenden Straßenmusik-Version des Sheeran-Hits "Shivers" bringt der 22-Jährige den ganzen Saal zum Kochen - und nicht nur das. Auch die Coaches sind hin und weg. Als dann auch noch Peter Maffay den Team-Zuschlag erhält, gibt es kein Halten mehr. Auf der Bühne stimmt man gemeinsam Maffays Song an, der Enkel und Großvater "so viel bedeutet". Tränen fließen. Musik verbindet. Wieder einmal. Knapp zwei Stunden lang trägt man die ganz großen Emotionen "von Herz zu Herz".

Nach erfolgreicher Arbeit begleitet Peter Maffay seinen neuen Schützling zum Bühnenrand: "Ich werde mir für dich den Arsch aufreißen!", flüstert der Meister seinem Schüler ins Ohr. In zwei Monaten ist das Finale. Wir sind gespannt, ob Julian und Peter dann noch einmal gemeinsam die Bühne entern.

Quelle: ntv.de

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