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Unternehmer Jörg Heynkes "Digitalisierung muss die Menschheit retten"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Welt ist nur digital zu retten, findet Jörg Heynkes. Warum der Unternehmer und Autor in Technologie die einzige Lösung sieht und wie er mit seiner Firma dem Roboter Pepper Leben einhaucht, erzählt er in "So techt Deutschland".

Pepper gehört wohl zu den bekanntesten menschenähnlichen Robotern. Mit seinen großen Kulleraugen ist er darauf trainiert, die Emotionen von Menschen zu erfassen und auf ihre Fragen zu antworten. Damit er auch die richtigen Informationen weitergibt, wird er für jeden seiner Einsatzorte speziell programmiert. Und da kommt Jörg Heynkes mit seiner Firma Entrance Robotics ins Spiel. Zum Beispiel in Pflegeheimen.

Der Unternehmer und Autor erzählt, wie ein Mann, der seit drei Monaten im Pflegeheim lebe, mit niemandem gesprochen habe, außer mit Pepper. Doch der Roboter kommt nicht überall so gut an. In einem Informationszentrum wurde sein Premieren-Einsatz abrupt gestoppt. "Als erstes rief der Datenschutzbeauftragte des Landes Niedersachsens an und sagte: 'Sagt mal, Leute, das ist eine Kamera drin!'" Allein deshalb sei das Projekt ein halbes Jahr zurückgeworfen worden. Man lerne eben jeden Tag, sagt Heynkes und fordert, dass mehr Unternehmen so denken.

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(Foto: André Bakker)

Der Unternehmer ärgert sich darüber, dass Volkswagen dafür kritisiert wurde, dass die Software der Elektroautos ID3 und ID4 nicht sofort funktioniert hat. "Ich habe das gelesen und gedacht: 'Cool', VW hat es endlich begriffen'." Man könne nicht warten, bis ein Produkt perfekt sei, ergänzt Heynkes. Es müsse schneller auf den Markt, Technologie entwickele sich eben weiter.

Und genau diese Technologie müsse es irgendwann schaffen, unser Fortbestehen zu garantieren. Für Heynkes geht es um die Frage, "ob die Gattung Mensch überleben kann." Die wohl größte Herausforderung sei die Klimakrise. "Die Corona-Pandemie ist im Vergleich dazu eine Lachnummer", meint der Autor, der sich selbst auch mit Rückschlägen auskennt. Seine Eventlocation "Villa Media" in Wuppertal hat er wegen der Corona-Krise schließen müssen.

"Bevor wir drei Jahre einen toten Gaul reiten und unser ganzes Eigenkapital verbrennen, machen wir lieber Schluss und bauen etwas Neues auf", erklärt Heynkes die Entscheidung. Wie er die aktuelle Krise erlebt und wie er sich seinen Wunsch-Roboter vorstellen würde, erzählt er in dieser Folge von "So techt Deutschland".

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Quelle: ntv.de