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Wieder was gelernt Unsere Ängste sind oft irrational

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Die EU-Schuldenkrise, Terroranschläge, der Flüchtlingsstrom und eine gefährlichere Weltpolitik. Das waren laut einer Studie der R+V Versicherung die größten Ängste der Deutschen in den vergangenen Jahren. Aktuell ist es wohl das Coronavirus. Doch was passiert genau, wenn sich eine bestimmte Angst unter vielen Menschen verbreitet? Wovor fürchten wir uns und warum? Was können wir gegen Massenängste tun?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Angst haben wir alle und das ist auch gut so. Sie verhindert nämlich, dass uns etwas passiert. Wenn wir zum Beispiel beim Überqueren der Straße vorher nach links und rechts schauen, uns an einer steilen Treppe sicherheitshalber festhalten oder bei einer Erkrankung Medikamente nehmen. In diesen Fällen können wir von guten Ängsten sprechen.

Doch das sind nicht unsere einzigen Ängste. Es gibt auch welche, die uns nichts nützen, zum Beispiel unsere Angst vor sogenannten Schockrisiken. Das sind Ereignisse, bei denen viele Menschen plötzlich und unerwartet sterben können, etwa bei einem Terroranschlag. Wir wollen ihnen aus dem Weg gehen, unterschätzen dabei aber andere, womöglich viel größere Gefahren. Der Psychologe Gerd Gigerenzer hat dafür ein gutes Beispiel:

"Was haben die Amerikaner nach dem 11. September gemacht? Viele sind aus Angst nicht mehr geflogen, stattdessen sind die gefahrenen Meilen auf den Highways um bis zu fünf Prozent gestiegen. Das hielt ein Jahr lang, dann ging alles wieder zurück auf das Normalmaß. In dieser Zeit sind geschätzt 1.600 Amerikaner mehr als normal auf der Straße gestorben beim Versuch das Risiko des Fliegens zu vermeiden."

Warum wir vor allem Angst vor dem Unbekannten haben, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Fliegt uns Elon Musk zum Mars? Wie verbreiten sich Verschwörungstheorien? Welche Agenda verfolgt das Coronavirus? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks