Aus der Bibel wissen wir, dass König Salomon (hier als Fresko in der Auguste Victoria Himmelfahrtskirche) vor 3000 Jahren nicht nur Linsensuppe, sondern sogar Wachteln gegessen hat.Bild 1 von 118 Auch Rehe lieferten in biblischer Zeit gutes Fleisch.Bild 2 von 118 Meeresfrüchte sind für Juden allerdings laut Bibel "unkoscher".Bild 3 von 118 Archäologen haben im ganzen Land Wein- und Ölpressen aus biblischer Zeit ausgegraben. Hier bei Latrun.Bild 4 von 118 Am See Genezareth ging Jesus unter die Fischer und fuhr mit einem solchen Schiff (Mosaik aus Kapernaum).Bild 5 von 118 Großunternehmer Petrus könnte der Kapitän dieses Holzschiffes gewesen sein, das zwölf Mann fasste und im Schlamm des Seeufers gefunden wurde.Bild 6 von 118 Für Touristen wurden Holzboote wie dieses nachgebaut. Die sind allerdings mit Volvo-Motoren ausgestattet.Bild 7 von 118 Am See Genezareth fand auch die wundersame Brotvermehrung statt, von der das Johannes-Evangelium berichtet (hier die Tür der deutschen Brotvermehrungskirche Tabgha).Bild 8 von 118 In der Kirchenruine von Berenike bei Tiberias liegt noch der Anker (ein schwerer Stein mit Loch) des Bootes von Petrus.Bild 9 von 118 Im Fischerdorf Beth Saida, wo die Fischer wohnten, hat der Archäologe Rami Arav eine Trinkflasche für Babys gefunden.Bild 10 von 118 Dem Johannes-Evangelium zufolge speiste Jesus fünftausend Männer mit ein paar Fischen und Broten. Hier das berühmte Mosaik aus Tabgha.Bild 11 von 118 Bei der Hochzeit von Kana verwandelte Jesus Wasser in Wein. Die Originalkrüge aus Stein sind noch erhalten, nicht aber sein Rezept.Bild 12 von 118 Schlemmermahlzeiten nannte man damals eine Bacchanalie.Bild 13 von 118 Da gab es guten Fisch oder ...Bild 14 von 118 ... auch mal einen schönen Gänsebraten.Bild 15 von 118 In Jerusalem ging man damals in solchen mit Säulen gesäumten Straßen einkaufen. Hier der Cardo aus dem Jahr 130.Bild 16 von 118 In der im Jahr 70 verbrannten Küche des Bar Katros stehen noch die Tische, Krüge und die Backöfen.Bild 17 von 118 Der gute Bar Katros war laut Talmud ziemlich korrupt. Aber erst 2000 Jahre nach seinem Tod wurde er überführt. In den Trümmern seiner Küche fand man gefälschte Gewichte.Bild 18 von 118 Der Kelch, aus dem Jesus bei seinem letzten Abendmahl trank, war nicht aus Gold und Silber, sondern aus Naturstein gehauen.Bild 19 von 118 Wo Jesus speiste, wird heute gesungen und gebetet: Der Abendmahlsaal auf dem Zionsberg.Bild 20 von 118 Die "nouvelle Cuisine" führte Kaiser Wilhelm II. (hier mit Auguste Victoria) im Heiligen Land ein. Im Rittersaal gab es am 10. April 1910 für Kronprinz Friedrich: Hüftbrühe, Reisspeise mit gedämpften Nieren, Rebhuhnpastete und gebackener Welschhahn mit Kompott.Bild 21 von 118 Die Olivenernte ist seit biblischer Zeit ein fester Bestandteil des Lebens und heute bei den Palästinensern zum Nationalsymbol geworden.Bild 22 von 118 Sogar auf dem Tempelberg im Schatten der goldenen Kuppel des Felsendoms werden Oliven geerntet.Bild 23 von 118 Typische Landesfrucht ist seit jeher die Dattel, hier auf dem Markt in Jericho.Bild 24 von 118 Auf Öko-Farmen in der Arava-Wüste ...Bild 25 von 118 ... werden sie von Gastarbeiten aus Thailand mit Spezialkränen geerntet.Bild 26 von 118 Die Dattel schmückt sogar die 10-Schekel-Münze.Bild 27 von 118 Der Sabra-Kaktus gelangte erst vor 150 Jahren aus Mexiko ins Land, wächst wild als unüberwindbarer Zaun und symbolisiert die Israelis: innen süß, außen stachelig.Bild 28 von 118 Schon zu Jesu Zeit war der Esel ein populäres Fortbewegungsmittel.Bild 29 von 118 So auch für den n-tv Korrespondenten (rechts im Bild), wenn es durch die Wüste geht.Bild 30 von 118 Da gibt es über einem offenen Feuer auf einem umgedrehten Wok gebackenes (ungesäuertes) Fladenbrot aus Wasser und Mehl, ...Bild 31 von 118 ... und dazu einen guten frischen Tee mit viel Pfefferminze.Bild 32 von 118 Gegessen wird auf dem Boden, ...Bild 33 von 118 ... wenn wir nicht zufällig im Zelt eines Beduinen einkehren können, ...Bild 34 von 118 ... wo das Essen dann schon üppiger ist.Bild 35 von 118 Oder bei Drusen im Norden des Landes, wo Fladenbrot im Fließbandverfahren hergestellt wird.Bild 36 von 118 Juden sprechen am Freitagabend den Segen über eine geflochtene "Chala".Bild 37 von 118 Dazu gibt es einen oft sehr süßen "Kiddusch-Wein".Bild 38 von 118 Erst vor etwa 30 Jahren verbesserte sich die israelische Weinkultur. (Die Rosen vor den Reben halten Ungeziefer fern.)Bild 39 von 118 Heute wird guter Wein in solchen Fabriken in Stahlsilos hergestellt. Hier bei der Barkan-Kelterei.Bild 40 von 118 Nur fromme Juden dürfen in den Keltereien arbeiten, ...Bild 41 von 118 ... denn wenn ein Nichtjude eine offene Flasche anrührt, verwandelt er sich automatisch in "Messwein" und wird für orthodoxe Juden ungenießbar.Bild 42 von 118 Der Wein reift in Fässern und wird ständig geprüft. Empfehlenswert und in Frankreich preisgekrönt ist Golanwein.Bild 43 von 118 Auch christliche Klöster stellen Wein her, hier in Latrun.Bild 44 von 118 Die Metallsilos werden durch Verdunstungskühlung mit Wasser und Ventilatoren auf Temperatur gehalten.Bild 45 von 118 Die christlichen Weinspezialisten haben einen guten Riecher für die Qualität ihres Weines.Bild 46 von 118 Der fertige (unkoschere) Wein wird von Mönchen feilgeboten und ist ziemlich populär.Bild 47 von 118 Bei Moslems ist Alkohol verpönt. Dennoch macht der Christ Naim Khoury im Westjordanland ...Bild 48 von 118 ... gute Geschäfte mit seinem Taybeh-Bier nach deutschem Rezept.Bild 49 von 118 Standard war in Israel viele Jahre die kulinarische Kultur im Kibbuz: Milch aus Plastikschläuchen und Blechbesteck im gemeinschaftlichen Speisesaal (hier Kibbuz Jodfata).Bild 50 von 118 Typisch ist viel frisches Gemüse, ...Bild 51 von 118 ... das in großen Kesseln verkocht wird.Bild 52 von 118 Manche Nahrungsmittelproduktion ist regelrecht zum Weinen.Bild 53 von 118 Und solche Felder mitten in der Wüste sind nicht immer organischer Anbau.Bild 54 von 118 Da werden kräftig Pestizide verspritzt.Bild 55 von 118 Moderne landwirtschaftliche Anbautechnik mit viel Plastik haben die Palästinenser (in Jericho) von den Israelis übernommen.Bild 56 von 118 Besonders hoch entwickelt ist die Milchproduktion israelischer Rindviecher.Bild 57 von 118 Der typische israelische Euter hält den Weltrekord mit 10.000 Litern Milch pro Jahr.Bild 58 von 118 Daraus werden vorzügliche Milchprodukte hergestellt.Bild 59 von 118 Diese arabischen Frauen stellen gemeinschaftlich ihre köstlichen Gerichte her.Bild 60 von 118 Dazu gehört freilich viel Handarbeit.Bild 61 von 118 Am schönsten ist es in Israel auf den Gemüsemärkten, wegen der Farben und der Düfte.Bild 62 von 118 Kulinarisch korrekt besuchen wir auch die Märkte in den palästinensischen Autonomiegebieten. Die besten Bananen im Lande gibt es in Jericho. Als Gewicht dient ein roher Stein.Bild 63 von 118 Und dazu auch die süßesten Apfelsinen.Bild 64 von 118 Knallrote Paprika entdecken wir auf dem Machaneh-Jehuda-Markt in Jerusalem, ...Bild 65 von 118 ... wo Frühlingszwiebeln geputzt werden, ...Bild 66 von 118 ... ehe sie gebündelt verkauft werden.Bild 67 von 118 Hier gibt es jede Menge getrocknete Erbsen und Gewürze in offenen Säcken.Bild 68 von 118 Frischen Fisch gibt es in Nazareth.Bild 69 von 118 Das Fleisch ist im Sommer gegen Fliegen mit Moskitonetzen verhängt.Bild 70 von 118 Die ultraorthodoxen Juden haben ihren eigenen Markt.Bild 71 von 118 Im Flüchtlingslager Balata bei Nablus ist das Angebot dürftig, ...Bild 72 von 118 ... und das ungekühlte Fleisch nicht einmal verhängt.Bild 73 von 118 Es gibt Riesenkohl, ...Bild 74 von 118 ... frische Zitronen und ...Bild 75 von 118 ... Berge von Erdbeeren.Bild 76 von 118 In Hebron gibt es Blumenkohl.Bild 77 von 118 Auf dem Markt von Ramallah darf das Arafat-Plakat nicht fehlen.Bild 78 von 118 Fast alle Gewürze der Welt gibt es bei diesem Händler in der Altstadt Jerusalems.Bild 79 von 118 Die Märkte sind auch Israels schönste Restaurants.Bild 80 von 118 Man isst auf der Straße. Es darf gekleckert werden.Bild 81 von 118 Aus dieser Paste entstehen ...Bild 82 von 118 ... im heißen Öl die Falafel.Bild 83 von 118 Im Fladenbrot wird Falafel mit Tahini-Soße übergossen.Bild 84 von 118 Und fertig ist die Mahlzeit.Bild 85 von 118 Manche bevorzugen "Jerusalemer Durcheinander": frisch gebratene Innereien von Hühnchen.Bild 86 von 118 An jeder Straßenecke, hier am Jaffator, wird frisches Brot feilgeboten.Bild 87 von 118 Manchmal ist es auch in Plastik abgepackt.Bild 88 von 118 Solche Teigkugeln werden platt gemacht und ...Bild 89 von 118 ... an die Ofenwand gepappt.Bild 90 von 118 Heraus kommt eine Wagenrad große "irakische Pita".Bild 91 von 118 In Mitzpe Jamim werden organische Laibe im Gasofen gebacken.Bild 92 von 118 Zu jedem religiösen Fest von Juden, Christen und Moslems gehören auch die jeweiligen kulinarischen Eigenarten.Bild 93 von 118 Am Sabbat gibt es bei den Jemeniten Kubbane, zwölf Stunden lang im Ofen gebackenes Brot und Eier.Bild 94 von 118 Polnische Juden importierten "gefilte Fisch": durch den Wolf gedrehter Karpfen, zur Glibbermasse gekocht mit Möhre.Bild 95 von 118 Bei den insgesamt rund 600 noch lebenden Samaritanern ...Bild 96 von 118 ... ist der österliche Lammbraten ganz frisch.Bild 97 von 118 Er wird auf Baumstämme aufgespießt ...Bild 98 von 118 ... und in Erdlöchern gebacken.Bild 99 von 118 Auch die Höhlenbewohner bei Hebron lieben frisches Lamm ...Bild 100 von 118 ... und bereiten es in dieser Küche vor.Bild 101 von 118 Am jüdischen Passahfest muss alles Küchengeschirr in kochendem Wasser gekoschert werden.Bild 102 von 118 In Supermärkten werden alle unkoscheren Waren von Nudeln bis Bier verhängt.Bild 103 von 118 Ein reines Fressfest ist das Maimuna-Fest marokkanischer Juden zum Abschluss der acht Passah-Tage.Bild 104 von 118 Im Frühjahr versammeln sich die Marokkaner zur Verehrung eines heiligen Rabbi in Netivot und essen und essen.Bild 105 von 118 Sogar auf dem Friedhof machen sie Picknick.Bild 106 von 118 Zum Laubhüttenfest kaufen fromme Juden einen fehlerlosen "Etrog", eine ungenießbare Zitrusfrucht.Bild 107 von 118 Zum Ramadan schlachten die Moslems Lämmer.Bild 108 von 118 Zum Hanukkafest im Herbst gibt es Sufganijot, ...Bild 109 von 118 ... im Fett gebackene, ...Bild 110 von 118 ... mit Marmelade gefüllte "Berliner".Bild 111 von 118 Zu Weihnachten können sich Christen in Haifa mit Weihnachtsmännern aus Schokolade eindecken.Bild 112 von 118 Ohne Politik geht es in Nahost nicht, auch nicht in dieser Bilderserie. Diese Siedler im Norden des Gazastreifens wurden im Sommer 2005 abgezogen. Ihre Schweinekoteletts waren dennoch vorzüglich.Bild 113 von 118 In Hebron haben Israelis aus "Sicherheitsgründen" ganze Basargassen verriegelt.Bild 114 von 118 Durch diese riesigen Beton- und Stahlschleusen gelangen beim Übergang Karni Nahrungsmittel in den Gazastreifen, wenn Karni nicht gerade wieder wegen Beschuss der Hamas geschlossen ist.Bild 115 von 118 Durch diese Löcher in der Wand fließt Brennstoff, aber auch Speiseöl von Israel nach Gaza.Bild 116 von 118 Am besten schmeckt das Essen immer noch zuhause, selbstgemacht. Hier zum Beispiel unser plattes Hühnchen. Nur die Füße lugen noch unter dem grünen Kleidchen hervor.Bild 117 von 118 n-tv Korrespondent Ulrich W. Sahm, Autor dieser Bilderserie, in seiner Küche.Bild 118 von 118