Panorama
Sonntag, 03. April 2011

Vom Stiefvater angeschossen: Boxerin übersteht Not-OP

Die Veranstalter des Weltmeisterschaftskampfes sind erleichtert: Der niedergeschossenen Boxerin Rola El-Halabi geht es wieder besser, eine Notoperation ist erfolgreich. Motiv der Tat könnte ein privater Streit sein.

Die Veranstaltung wurde abgebrochen.
Die Veranstaltung wurde abgebrochen.(Foto: dapd)

Die am Freitagabend kurz vor ihrem Weltmeisterschaftskampf Boxerin vor Kampf angeschossen Rola El-Halabi hat ihre Notoperation überstanden. 'Die Operation ist gut verlaufen', sagte Malte Müller-Michaelis vom Veranstalter Arena Sports-Promotion: 'Es waren gezielte Schüsse, die wohl darauf ausgelegt waren, ihre Karriere zu beenden.'

Die 26 Jahre alte ehemalige Weltmeisterin war in Berlin von ihrem Stiefvater und ehemaligen Manager in der Kabine mit vier Schüssen in Hand, Füße und Knie schwer verletzt worden. Auch zwei Sicherheitsbeamte wurden durch Schüsse verletzt. Lebensgefahr soll bei keinem der Opfer bestehen.

Gegen den Täter, der von der herbeigerufenen Polizei in der Halle überwältigt wurde, wurde am Samstag Haftbefehl wegen versuchter schwerer Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz erlassen. Er sitzt derzeit im Gefängnis.

Die Hintergründe der Tat sollen in einer privaten Auseinandersetzung liegen. El-Halabis Stiefvater war bis Januar auch ihr Manager, doch die Boxerin trennte sich im Streit von ihm. Wegen angeblicher gesundheitlicher Probleme seiner Stieftochter soll der Mann versucht haben, sie an der Fortsetzung ihrer Karriere zu hindern. Im Zuge des Streits legte El-Halabi eine Kampfpause ein. Am Freitag wollte gebürtige Libanesin im Titelkampf ihr Comeback geben und um den Weltmeistertitel des Boxverbandes IBF im Leichtgewicht gegen die Bosnierin Irma Adler kämpfen.

Quelle: n-tv.de