Panorama

Neuer Impfrekord Erstmals mehr als eine Million Menschen geimpft

Die Impfkampagne in Deutschland nimmt Fahrt auf. Laut Ministerium sind allein gestern mehr als eine Million Dosen verabreicht worden. Damit ist an einem einzigen Tag ein Prozent der Bevölkerung geimpft worden.

In Deutschland sind erstmals mehr als eine Million Menschen an einem Tag geimpft worden. Insgesamt wurden am Vortag bundesweit 1,1 Millionen Dosen in Impfzentren und Arztpraxen verabreicht, wie Gesundheitsminister Jens Spahn sagte. Das entspreche einem Prozent der Bevölkerung. Dies zeige, "wie stark wir an Geschwindigkeit gewonnen haben". Allerdings reiche dies noch nicht, um eine Herdenimmunität herzustellen.

Nach Daten des Robert-Koch-Instituts wurden 1.088.952 Dosen verabreicht. 970.295 Menschen erhielten so ihre Erst- und 118.657 ihre Zweitimpfung. Damit sind nun 25,9 Prozent der Bürger mindestens einmal geimpft, 7,5 Prozent haben inzwischen den vollen Impfschutz.

Zugleich erklärte Spahn, dass er davon ausgehe, dass zu Beginn des neuen Schuljahres die Schülerinnen und Schüler über zwölf Jahre gegen Corona geimpft werden können - falls eine Zulassung für diese Altersgruppe vorliegt. "Diese Zusage traue ich mir zu", sagte er. Diese Impfungen könnten bei Kinder- und Jugendärzten, vielleicht auch in den Schulen selbst vorgenommen werden.

Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, verwies auf die Gefahren des Coronavirus gerade auch für Kinder. Das sogenannte Long-Covid-Syndrom, also das dauerhafte Auftreten von Symptomen wie Erschöpfung und Atemproblemen nach einer Infektion, gebe es auch bei Kindern.

Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech könnte nach Angaben von Unternehmenschef Ugur Sahin schon in wenigen Wochen für Kinder einsatzbereit sein und damit sehr viel früher als erwartet. Bereits im Juni könnte das Vakzin ab zwölf Jahren etwa in der EU zugelassen werden, im Herbst dann auch für alle jüngeren Kinder ab sechs Monaten, sagte Sahin dem "Spiegel". Schon am kommenden Mittwoch soll laut Sahin bei der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zunächst die Zulassung für Kinder ab zwölf Jahren beantragt werden. Die Prüfung dauert in der Regel wenige Wochen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/AFP

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