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Finder mit eigener Theorie Experten widerlegen Mär vom "Nazi-Goldzug"

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Laut Wissenschaftlern aus Polen soll es den vermeintlichen "Nazi-Zug" gar nicht geben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Gibt es ihn oder nicht? Seit Monaten lockt der vermeintliche "Nazi-Goldzug" Schatzsucher nach Polen. Nach genauer Prüfung erklären Wissenschaftler nun, dass es keine Spur von dem Zug gebe. Doch die Urheber der Geschichte lassen sich nicht so leicht überzeugen.

Polnische Wissenschaftler haben in Niederschlesien keine Spur eines angeblichen "Nazi-Goldzugs" gefunden. "Nach unseren Erkenntnissen gibt es vielleicht einen Tunnel in dem Gebiet, aber keinen Zug", sagte der Geologe Janusz Madej von der Wissenschaftlich-Technischen Universität in Krakau. Die Forscher verwendeten Magnetfelddetektoren, um das Gebiet an einer Bahnstrecke nahe der Stadt Walbrzych (Waldenburg) abzusuchen.

Ein deutscher und ein polnischer Hobbyhistoriker hatten zuvor vom angeblichen Fund eines mit bis zu 300 Tonnen Gold beladenen Zugwracks berichtet und eine monatelange Schatzsuche ausgelöst. Andreas Richter und Piotr Koper, die Hobbyhistoriker, präsentierten am Dienstag ihre eigenen Untersuchungsergebnisse. Darin verwiesen sie auf Anomalitäten in Bodenradarbildern, die auf einen Schatz aus dem Zweiten Weltkrieg hindeuteten. Die Nazis sollen den Goldzug ihrer Darstellung nach am Ende des Zweiten Weltkriegs vor der heranrückenden Sowjet-Armee versteckt haben.

Koper hatte schon auf einen Finderlohn spekuliert, falls der Zug tatsächlich gefunden werden sollte. Der Pole betonte stets, dass es sich bei der Geschichte um kein Hirngespinst handele. Der Zug soll seinen Angaben zufolge seit 1945 in der Nähe der heutigen Bahnverbindung zwischen Breslau (Wroclaw) und Walbrzych unter einer Aufschüttung vergraben sein.

Quelle: ntv.de, kbe/dpa

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