Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Herbst startet nass, im Osten auch golden

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Regen, Nebel, aber auch Sonne - der Herbst zeigt nun, was er kann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem der Herbst mit voller Wucht den Sommer vertrieben hat, zeigt er in den kommenden Tagen nun seine ganze Bandbreite. Im Westen wird es meist nass und kalt, im Osten hingegen gibt es den goldenen Oktober und mildere Temperaturen.

Wettermäßig hat der Herbst 2020 jetzt mal ein großes Ausrufezeichen gesetzt und die größte Trockenheit in den Böden vielerorts abgemildert. Das Tiefdruck-Karussell über Mitteleuropa und Deutschland hat in den letzten drei Tagen recht verbreitet Regenmengen zwischen 30 und 60 Litern auf den Quadratmeter gebracht. Das ist definitiv mal eine respektable Menge, die dafür sorgen wird, dass der September 2020 am Ende mit einer halbwegs ausgeglichenen Regenbilanz durchs Ziel geht. Zum Teil wird er deutlich zu nass ausfallen. Denn gerade im Süden unseres Landes hat der Regen nochmals größere Summen zusammenbekommen. Hier sind binnen drei Tagen in Spitzen auch mal 80 bis 140 Liter auf den Quadratmeter gefallen. Zum Vergleich: die deutschlandweite Durchschnittssumme im September liegt bei um die 60 Liter pro Quadratmeter.

Björn Alexander

Björn Alexander

Mit dem Regen kam auch herbstlich kühle Luft, was wiederum die Schneefallgrenze im Süden und Südosten deutlich sinken ließ. So haben unsere Mittelgebirge sowie die Alpen den ersten weißen Anstrich bekommen. Teilweise ist die Schneeauflage auch ganz schön umfangreich geworden. So vermeldet beispielsweise der Feldberg im Schwarzwald aktuell 54 Zentimeter. Die Zugspitze - der höchste deutsche Berg mit knapp 3000 Metern - meldet 60 Zentimeter Schnee.

Der Blick nach vorn in die neue Wetterwoche ist weiterhin geprägt von Tiefausläufern. Und auch wenn die Wettercomputer noch ihre Probleme bei den Details zur weiteren Entwicklung haben, so dürfte der Osten in Sachen goldener Herbst bzw. goldener Oktober die Nase insgesamt etwas weiter vorn haben. Hier der Fahrplan:

Nacht zum Montag

Die Nacht bringt im Westen und Norden kompakte Wolken mit zeitweiligem Regen und noch eher milde Temperaturen von um die 8 bis 14 Grad. Ansonsten bleibt es trocken und teilweise aufgelockert oder klar, bevor sich gebietsweise Nebel ausbreitet. Außerdem müssen Sie sich vor allem im Bereich Nordbayern und Sachsen mitunter auf frostige Temperaturen mit der Gefahr von gefrierender Nässe oder Reifglätte einstellen.

Montag

Die neue Woche startet im Norden und Osten häufig freundlich, teils auch sonnig und trocken. Ansonsten sind die Wolken dichter und bringen Regen mit, der im Süden Bayerns oberhalb von rund 1500 Metern als Schnee fällt. Denn die Temperaturen zeigen sich herbstlich mit 10 Grad im Alpenvorland und bis zu 19 Grad im sonnigeren Berlin und Brandenburg.

Dienstag

Die Aussichten bleiben zweigeteilt. In der Südwesthälfte bleibt es durchwachsen und wiederholt nass. Der Norden und der Osten zeigen sich hingegen schöner bei bis zu 19 Grad, während es mit 12 Grad im Süden spürbar frischer weitergeht.

Mittwoch und Donnerstag

Von Westen versuchen es die Tiefausläufer immer wieder, kommen aber nicht bis in den Osten voran. Insofern zeigt sich das Deutschlandwetter nach wie vor zwiegespalten. In der Westhälfte bleibt es wechselhaft, wiederholt mit Schauern und einigen Wolken. Nach Osten hin ist die Sonne öfter mit am Start und Regen ist nur selten unterwegs. Die Temperaturen bleiben dabei eher verhalten bei 14 bis 20 Grad.

Freitag

Im Osten bleibt es am ehesten freundlich. Im großen Rest zeigt sich der 2. Oktober wechselhaft und teilweise windig bis stürmisch. Die Temperaturen ändern sich nur wenig bei 14 bis 19 Grad.

Samstag - Tag der Einheit

Der Tag der Einheit präsentiert sich wahrscheinlich uneinheitlich. Nach jetzigem Stand wäre die Osthälfte von der Ostsee bis runter nach Bayern überwiegend trocken und aufgelockert. Richtung Westen dürfte es unbeständig mit weiteren Schauern durch den Tag gehen. Die Temperaturen bringen es dabei auf 14 Grad in der Eifel und auf 22 Grad im Osten.

Sonntag

Der Sonntagsspaziergang mit Kastanien-Sammeln hat in der Südhälfte die besten Chancen auf goldene Akzente. Über der Nordhälfte ist es dagegen tendenziell veränderlich bei Tageshöchstwerten zwischen 13 und 23 Grad. Am kühlsten zeigen sich die westlichen Mittelgebirge, am wärmsten die Lausitz.

Quelle: ntv.de