Panorama

Die Legende vom Nazigold Hobby-Historiker graben nach "Goldzug"

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Walbrzych ist als Bergbauregion bekannt. Könnte der legendäre "Goldzug" in solch einem Tunnel versteckt sein?

(Foto: picture alliance / dpa)

Viele Legenden ranken sich um die Reichtümer der Nazis. Eine handelt vom "Goldzug", der in einem niederschlesischen Bergbaugebiet unter der Erde schlummert. Zwei Hobby-Historiker wollen ihn letztes Jahr geortet haben. Jetzt starten die Grabungen.

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Hier soll der Schatz-Zug liegen: Tadeusz Slowikowski, ein Schatzsucher mit Lokalkenntnissen, deutet auf die angebliche Geheimweiche an der Bahnstrecke bei Walbrzych.

(Foto: REUTERS)

Existiert der sagenumwobene Goldzug der Nazis? Möglicherweise ist das Rätsel schon bald gelöst. Ab Mitte August wollen die beiden Hobby-Schatzsucher Piotr Koper und Andreas Richter im niederschlesischen Walbrzych nach dem deutschen Panzerzug suchen, wie sie auf ihrer Homepage mitteilten. Dort veröffentlichten die beiden Männer einen vorläufigen Plan der Sucharbeiten.

Grabungsbeginn am mittlerweile landesweit berühmten Bahnkilometer 65 zwischen Wroclaw (Breslau) und Walbrzych (Waldenburg) soll der 16. August sein. Die Vorbereitungen sollen bereits einige Tage zuvor anlaufen.

Koper und Richter hatten im vergangenen Sommer behauptet, mit einem Bodenradar einen deutschen Zug aus dem Zweiten Weltkrieg in einem unterirdischen Tunnel entdeckt zu haben. Die Nazis sollen den Goldzug ihrer Darstellung nach gegen Kriegsende vor der heranrückenden Sowjet-Armee versteckt haben. Die Spekulationen über das Nazigold oder andere Kriegsbeute hatten ein Schatzfieber über die niederschlesische Bergbauregion hinaus ausgelöst.

Polnische Wissenschaftler zweifeln die Existenz des Zuges dagegen an. "Nach unseren Erkenntnissen gibt es vielleicht einen Tunnel in dem Gebiet, aber keinen Zug", sagte der Geologe Janusz Madej von der Wissenschaftlich-Technischen Universität in Krakau. Die Forscher hatten das Gebiet an der Bahnstrecke zuvor mit Magnetfelddetektoren abgesucht.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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