Panorama

Anwalt des Batman-Attentäters "Holmes ist psychisch krank"

Prozessbeobachter glauben jetzt, die Verhandlungsstrategie der Verteidiger des Amokläufers von Aurora zu kennen. Weil der Anwalt von James Holmes ihn in einer Anhörung mehrmals als "psychisch krank" bezeichnete, vermuten sie, dass die Verteidigung auf Unzurechnungsfähig plädieren wird.

2012-08-09T201149Z_01_TOR607_RTRMDNP_3_USA-SHOOTING-DENVER-COURT.JPG5295355886249117399.jpg

James Holmes besuchte vor seinem Amoklauf eine Psychiaterin. Sie warnte laut Medienberichten schon Wochen vor der Tat vor dem 24-Jährigen.

(Foto: REUTERS)

Der mutmaßliche "Batman"-Attentäter James Holmes, der bei einer Filmpremiere in den USA zwölf Menschen erschoss, ist nach Aussagen seines Anwalts "psychisch krank". Bei einer Gerichtsanhörung in Centennial im Bundesstaat Colorado bezeichnete Anwalt Dan King seinen Mandanten zwei weitere Male so. Dies ließ Beobachter vermuten, dass er den 24-Jährigen für unzurechnungsfähig erklären lassen will.

Holmes soll in der Was trieb James Holmes zu der Tat? in einem Kino in Aurora im Bundesstaat Colorado während der Premiere des "Batman"-Films zwölf Menschen erschossen und 58 verletzt haben. Der Student ist wegen Mordes angeklagt.

Holmes war bei einer Psychiaterin, die auf Schizophrenie und andere psychische Erkrankungen spezialisiert ist, in Behandlung. Sie soll einem Medienbericht zufolge schon Psychiaterin warnte vor Holmes haben.

King beschuldigte im Verlauf der Anhörung die Staatsanwaltschaft auch, ihm raschen und vollen Zugang zu den Ermittlungsunterlagen zu verweigern. Er forderte, dass ihm alle Berichte und Fotos vom Tatort sowie sonstige Beweismittel übergeben werden. "Erst wenn wir alle Informationen haben, können wir über die psychische Erkrankung von Herrn Holmes sprechen." Anklagevertreter ihrerseits argumentierten derweil, dass sie noch dabei seien, Interviews zu führen und Expertengutachten einzuholen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema