Panorama

Starkregen und Flut in Haiti und Kuba "Isaac" kostet vier Menschenleben

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In Haiti traten - wie in Kuba - Flüsse über die Ufer.

(Foto: REUTERS)

Tropensturm "Isaac" ist über Haiti und Kuba hinweggezogen. Dabei kommen mindestens vier Menschen ums Leben. Tausende Menschen werden evakuiert. Betroffen sind auch unzählige Opfer des Erdbebens in Haiti vor zwei Jahren. "Isaac" bewegt sich nun auf Florida zu.

Mit heftigem Regen ist der Tropensturm "Isaac" über Haiti und den Osten Kubas hinweg gezogen und hat mindestens vier Menschen getötet. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami setzte er seinen Weg entlang der Nordküste Kubas in Richtung Florida fort. Dort brachte er die Pläne des US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney durcheinander. Der für Montag in Tampa geplante Parteitag der Republikaner wurde verschoben und beginnt nun erst am Dienstag.

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"Isaac" bewegt sich nun auf Florida zu.

(Foto: dpa)

In Haiti, dem ärmsten Land Amerikas, das ein schwer zerstört hat, zerfetzte der Sturm zahlreiche Zelte und Behausungen in den Obdachlosenlagern, in denen noch immer etwa 400.000 Menschen leben. Flüsse traten über die Ufer und fluteten Niederungen. Bananen-Plantagen und Zuckerrohrfelder wurden verwüstet. Mehr als 3300 Familien wurden in Notunterkünfte gebracht.

In Kubas Osten, wo das Zentrum des Sturmes am Samstagnachmittag ankam, wurden Tausende in Sicherheit gebracht, darunter auch Touristen. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand in sechs östliche Provinzen aus. Es kam zu Überschwemmungen, wie zuvor in Haiti und in der Dominikanischen Republik. Im gesamten Osten Kubas und auf den südöstlichen Bahamas waren vor allem wegen der befürchteten Regenfälle Tropensturmwarnungen herausgegeben worden.

Größte Ölförderplattform evakuiert

Nach Berechnungen von Meteorologen wird "Isaac" an der Südspitze Floridas vorbeischrammen und in nordwestlicher Richtung in den Golf von Mexiko eindringen. Aus Vorsicht rief Florida den Ausnahmezustand aus. Von dort werde er, möglicherweise in Hurrikan-Stärke, auf die Südküste der USA zusteuern. Der Ölkonzern BP evakuierte im Golf von Mexiko die weltweit größte Ölförderplattform Thunder Horse.

In den USA führte der Sturm nicht nur bei den Republikanern und ihrem designierten Präsidentschaftskandidaten Romney zu Verwerfungen. Die Raumfahrtbehörde Nasa musste eine Atlas-Rakete, deren Start bereits ein paar Mal verschoben worden war, wieder zurück ins Gebäude rollen, wie sie auf ihrer Webseite schrieb.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP