Panorama

Neuseeland lässt es krachen Italiener erleben Neujahr eingesperrt

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Gespenstische Jahresendstille auf der Straße zum Petersplatz: Alle Bürger müssen am Silvesterabend ab 22 Uhr zu Hause bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Wire)

Italien bleibt zu Silvester still: Das ganze Land gilt als Rote Zone. Die Bürger müssen einsam zu Hause feiern, Partys sind verboten. Wer in Rom einen Böller zündet, riskiert 500 Euro Strafe. Die Neuseeländer dagegen lassen es krachen: Party ohne Grenzen, Raketen satt und keine Angst vor Corona.

Italien steuert auf ein eher ungeselliges Neujahrsfest zu: Das ganze Land ist seit Mitternacht für mehrere Tage wieder eine Rote Zone mit starken Ausgangsbeschränkungen. Zwischen 22 Uhr am Silvesterabend und 7 Uhr am Neujahrsmorgen herrscht für die 60 Millionen Bürger sogar Ausgangsverbot - mit nur wenigen Ausnahmen. Partys hat die Regierung verboten. Höchstens zwei erwachsene Gäste aus einem anderen Haushalt dürfen zum Silvester-Essen mit am Tisch sitzen.

Die Hauptstadt Rom erließ zudem kurzfristig am Mittwochabend ein Feuerwerksverbot, das bis zum 6. Januar gilt. Wer gegen das Knaller-Verbot in Rom verstößt, dem drohen bis zu 500 Euro Strafe, wie Bürgermeisterin Virginia Raggi anordnete. Nach einer Umfrage würde beinahe jeder Zweite in Italien illegale Silvester-Partys von größeren Gruppen in der Nachbarschaft bei den Behörden anzeigen. Diese Zahlen des Umfrage-Instituts Ixè hatte der Landwirtschaftsverband Coldiretti am Mittwoch veröffentlicht. In Italien haben sich nach offiziellen Angaben schon mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Mittwoch zählten die Behörden gut 16.200 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Infektionslage war zwar schon mal heftiger, aber die Regierung des Landes will eine dritte starke Corona-Welle unbedingt verhindern.

Erfolg im Pandemiekampf: Feuerwerk in Auckland

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In Auckland wurde ein Feuerwerk vom Sky Tower aus gestartet.

(Foto: dpa)

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Ganz anders am anderen Ende der Welt: Mit einer Reihe von großen Musikfestivals und Feuerwerksshows hat Neuseeland das neue Jahr bereits begrüßt. Im Gegensatz zum fernen Europa hat der Inselstaat im Südpazifik seit mehr als einem Monat keine lokalen Corona-Fälle mehr verzeichnet. Daher konnten die Veranstaltungen ohne Begrenzungen der Besucherzahl oder anderen coronabedingten Einschränkungen stattfinden. In der landesweit größten Stadt Auckland gab es eine Lichtshow rund um Harbour Bridge und Sky Tower, gefolgt von einem fünfminütigen Feuerwerk um Mitternacht. Eine der größten Silvesterveranstaltungen ist das dreitägige Musikfestival Rhythm and Vines, das nahe der Stadt Gisborne im Nordosten der Nordinsel über die Bühne geht.

Neuseeland gilt dank früher und strikter Maßnahmen als erfolgreich im Kampf gegen das Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat 2162 Fälle bestätigt, 25 Menschen starben mit dem Erreger Sars-CoV-2. Der jüngste lokale Corona-Fall wurde Mitte November verzeichnet.

Quelle: ntv.de, mau/dpa