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Brandbrief zu rechten VorfällenProblemschule in Burg bekommt neuen Schulleiter

23.08.2023, 14:59 Uhr
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Die Schulleitung übernimmt ein erfahrener Pädagoge aus dem nahen Cottbus. (Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)

Im Spreewald-Ort Burg machen zwei Lehrer die Vielzahl an rechtsextremistischen und homophoben Vorfällen an ihrer Schule öffentlich. Die beiden beklagen fehlende Unterstützung und sehen sich anschließend noch mehr Anfeindungen ausgesetzt. Sie verlassen den Ort. Nun bekommt die Schule eine neue Leitung.

Nach der Debatte um rechtsextremistische Vorfälle an einer Schule im brandenburgischen Spreewald-Ort Burg setzt das Land dort einen neuen Schulleiter ein. "Mit dieser Neubesetzung ist die Hoffnung verbunden, eine Neuausrichtung innerhalb der Schulgemeinschaft zu ermöglichen, nachdem unruhige Zeiten hinter der Grund- und Oberschule Mina Witkojc liegen", teilte das Bildungsministerium mit. Die bisherige Schulleiterin habe auf eigenen Wunsch darum gebeten, an einem anderen Ort neue Aufgaben zu übernehmen.

Der neu eingesetzte Schulleiter in Burg, der 63 Jahre alte Markus Mandel, war bislang stellvertretender Schulleiter an der Theodor-Fontane Schule in Cottbus. "Aufgrund seiner fachlichen und persönlichen Kompetenz sowie seiner Erfahrung beim Umgang mit herausfordernden Situationen hat das staatliche Schulamt den 63-Jährigen beauftragt, als Schulleiter an die Schule in Burg zu wechseln", hieß es aus dem Ministerium in Potsdam.

Zwei Lehrkräfte aus Burg hatten im April in einem Brief tägliche rechtsextremistische Vorfälle an ihrer Schule öffentlich gemacht und waren danach rechten Anfeindungen ausgesetzt. Darunter waren Aufkleber im Stadtgebiet, die die beiden zeigten und aufforderten, die Region zu verlassen. Der Staatsschutz ermittelt. Beide Lehrer hatten jüngst angekündigt, die Schule wechseln zu wollen.

"Ich habe eine klare Haltung vermisst. Niemand hat sich vor uns gestellt und ganz offen gesagt, dass sie uns unterstützen und alles Mögliche dafür tun werden, dass Rechtsextremismus keinen Platz an Schulen hat", hatte der betroffene Lehrer der "Märkischen Allgemeinen" mit Blick auf das Staatliche Schulamt in Cottbus und das Bildungsministerium gesagt. "Stattdessen gab es zahlreiche Lippenbekenntnisse. Aber das reicht nicht aus."

Brandenburgs Bildungsminister Steffen Freiberg hatte Kritik zurückgewiesen. Das Schulamt sei nach dem anonymen Brandbrief sofort tätig geworden und er habe den beiden Lehrkräften persönlich seine Unterstützung angeboten. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Beide verließen die Schule.

Quelle: jwu/dpa

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