Panorama

Attacke nahe Seattle Puma tötet Mountainbiker in den USA

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Dass ein Berglöwe einen Menschen tötet, kommt äußert selten vor.

(Foto: picture alliance / Ronald Wittek)

Zwei Manner machen einen Ausflug mit ihren Mountainbikes. Plötzlich werden sie in einem Waldstück nahe der Millionenstadt Seattle von einem Puma attackiert. Ein 31-Jähriger kann sich retten. Sein Begleiter hat weniger Glück.

Ein Berglöwe hat im US-Staat Washington einen Radfahrer getötet und einen weiteren schwer verletzt. Das Büro des Sheriffs im Bezirk King County nahe der Millionenstadt Seattle informierte über die Attacke auf Twitter. Es sei der erste tödliche Angriff eines Pumas in dem nordwestlichen Bundesstaat in knapp 100 Jahren gewesen, berichtete die "Seattle Times".

Am Samstagvormittag hatte der Berglöwe in einem Wald zwei Mountainbiker angegriffen, und einen der Radfahrer verschleppt. Wildhüter entdeckten das Tier über seiner Beute stehend, sagte Ryan Abbott vom Büro des Sheriffs dem Blatt. Der Berglöwe flüchtete. Später sei er von Wildhütern aufgespürt und getötet worden. Der verletzte 31-jährige Mann befindet sich nach Angaben des örtlichen Krankenhauses inzwischen in einem stabilen Zustand.

Der 31-Jährige war zuerst von dem Tier angegriffen worden. Als sein Begleiter wegrennen wollte, stürzte sich der Puma dann auf diesen. Der 31-Jährige flüchtete daraufhin einige Kilometer mit seinem Fahrrad, um mit seinem Handy einen Notruf abzusetzen. Die Rettungskräfte brauchten rund 30 Minuten, um das Todesopfer und die Raubkatze aufzuspüren.

Medienberichten zufolge handelte es sich um einen etwa 50 Kilogramm schweren, drei bis vier Jahre alten männlichen Berglöwen. Experten der zuständigen Behörde für Fisch und Wildtiere gaben an, das Verhalten des Tieres sei extrem ungewöhnlich. Eine Untersuchung des toten Tieres solle nun Hinweise geben, berichtete der Lokalsender KIRO7.

Die etwa 2100 Berglöwen im Staat Washington stehen dort unter Schutz. Jedes Jahr dürfen etwa 250 abgeschossen werden, erklärte Puma-Experte Rich Beausoleil der "Seattle Times".

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa