Panorama

832 Corona-Opfer an einem Tag Spaniens Armee soll Tote abtransportieren

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Spaniens Soldaten kämpfen an vielen Fronten gegen das Coronavirus.

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Das Gesundheitssystem in Spanien hält der Belastung durch die Corona-Pandemie nicht mehr stand. Mehr als 4800 Menschen sind bereits an dem Virus verstorben. Die Leichenhäuser können die Todesopfer nicht mehr aufnehmen. Jetzt ruft die Regierung das Militär zur Hilfe.

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Damit kamen bislang 5690 Menschen durch das Virus zu Tode. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde. Am Samstag wurden 72.248 Infektionen gemeldet nach 64.059 am Freitag.

Wie es zuvor hieß, soll das Militär beim Transport der Leichen helfen. Das geht aus einer Mitteilung des Ministeriums im Amtsblatt hervor. Die Streitkräfte werden demzufolge wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt.

Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Das Militär wird bereits an vielen Orten eingesetzt, um etwa bei der Versorgung der Bevölkerung oder dem Aufbau von Notkliniken zu helfen.

Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas. Im Land wurden bislang nahezu 65.000 Infektionsfälle bestätigt. 4858 Menschen starben.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa