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Wasserspiegel sinkt weiter Ausflügler entdecken nächste Leiche am Lake Mead

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Der Stausee an der Grenze von Arizona und Nevada ist auf den niedrigsten Stand seit seiner Flutung 1937 gefallen.

(Foto: AP)

Nach Monaten der Dürre wird der Lake Mead im Westen der Vereinigten Staaten immer kleiner und gibt damit frei, was bisher unter der Wasseroberfläche verborgen lag. Das sind im Fall des Stausees nicht nur gekenterte Boote, sondern auch immer wieder menschliche Überreste.

Wegen der immer weiter sinkenden Wasserstände ist am US-Stausee Lake Mead nahe der Glücksspiel-Metropole Las Vegas die dritte Leiche binnen drei Monaten gefunden worden. Nach Angaben der US-Nationalparkverwaltung alarmierte ein Zeuge zu Wochenbeginn die Behörden und informierte sie über den Fund sterblicher Überreste eines Menschen.

In einer Erklärung sagte der National Park Service, die nicht identifizierten Überreste seien am späten Montagnachmittag am Swim Beach in der Lake Mead National Recreation Area gesichtet worden. Rund um den Fundort der menschlichen Gebeine wurde eine Schutzzone festgelegt, um die Überreste zu bergen. Die Gerichtsmedizin soll jetzt die Todesursache aufklären. Nähere Angaben machte die Nationalparkverwaltung angesichts laufender Ermittlungen bislang nicht.

Die Wasserstände des Lake Mead sind wegen der anhaltenden Dürre im Westen der USA deutlich zurückgegangen. Das führte Anfang Mai zu einem grausigen Fund: Ausflügler entdeckten am ausgetrockneten Ufer des Stausees ein Fass mit den Überresten eines Menschen, der vermutlich Ende der 1970er oder Anfang der 1980er Jahre mit einem Kopfschuss getötet worden war. Las Vegas war zur Zeit des Mordes eine Hochburg der organisierten Kriminalität.

Weitere Leichenfunde erwartet

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Nur Tage nach diesem Fund wurde eine weitere Leiche entdeckt. Hier gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen. Die Behörden hatten bereits im Mai erklärt, dass sie angesichts des sinkenden Wasserspiegels mit dem Fund weiterer Leichen rechnen.

Der Lake Mead ist der größte Wasserspeicher in den USA. Er wurde in den 1930ern im Zuge des Hoover-Damm-Projekts geschaffen und versorgt 25 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Wegen der Dürre ist der Wasserstand aber auf das niedrigste Niveau seit der Flutung 1937 gesunken. Wissenschaftlern zufolge trägt der menschengemachte Klimawandel zu der Dürre im Westen der USA bei.

Quelle: ntv.de, sba/AFP

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