Panorama

Neuer Job beim FC Bayern Uli Hoeneß ist Freigänger

imago16389802h.jpg

Hoeneß soll demnächst im Nachwuchsbereich des FC Bayern arbeiten.

(Foto: imago/Buthmann)

Zu Weihnachten und Silvester hatte er bereits Hafturlaub. Nun wird Uli Hoeneß nach Angaben des bayerischen Justizministeriums Freigänger. Beim FC Bayern München dürfte er nun einen neuen Job bekommen.

Sieben Monate nach Haftantritt ist der Ex-Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, Freigänger geworden. Dies bestätigt ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums. Nähere Angaben machte er zunächst nicht.

Als Freigänger kann Hoeneß, der am 5. Januar 63 Jahre alt wird, tagsüber außerhalb des Gefängnisses einer geregelten Arbeit nachgehen. Nur zum Schlafen muss er wieder hinter Gitter. Zuvor hatte Hoeneß bereits zu Weihnachten und zum Jahreswechsel Hafturlaub bekommen. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass Hoeneß als Freigänger in die JVA-Außenstelle Rothenfeld, ein ehemaliges Kloster, umzieht.

Der einstige Fußball-Nationalspieler saß seit dem 2. Juni eine Freiheitsstrafe im Gefängnis in Landsberg am Lech ab. Das Münchner Landgericht hatte ihn im März wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

"Wird dann im Nachwuchs tätig sein"

Als Freigänger könnte Hoeneß wieder beim FC Bayern arbeiten. Dies hatte der Verein mehrfach bestätigt. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte kürzlich gesagt: "Ab Anfang Januar kommt er zum ersten Mal her, wird dann im Nachwuchs tätig sein." Hoeneß' Anwalt Tobias Pretsch von der Kanzlei Ufer-Knauer teilte mit, dass der FC Bayern München als Arbeitgeber des 62-Jährigen eine Erklärung abgeben wolle.

Hafterleichterungen richten sich nach einem Vollzugsplan, den das Gefängnis für jeden Häftling erstellt. Im September bekam Hoeneß das erste Mal seit dem Verlust der Freiheit für einige Stunden Ausgang. Er traf sich mit seiner Familie. Bei einem weiteren Ausgang war er kurz zu Hause.

Urlaub ist eine weitere Stufe von gelockerten Haftbedingungen, der Freigang die weitestgehende. Gibt sich der Steuerhinterzieher reumütig und wird die Hälfte seiner Strafe zur Bewährung ausgesetzt, könnte Hoeneß im Frühjahr 2016 wieder ein freier Mann sein.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

Mehr zum Thema