Erinnerung in NordfrankreichUnesco ehrt D-Day-Strände in der Normandie

Der 6. Juni 1944 markiert einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. An diesem Tag landeten die Alliierten in Nordfrankreich. Die Strände der Ankunft werden nun von der Unesco ausgezeichnet.
Die D-Day-Landungsstrände in der französischen Normandie sind in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Das Unesco-Komitee hat dies während einer Sitzung im südkoreanischen Busan beschlossen. Zur neuen Welterbestätte zählen die fünf historischen Landungsstrände Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword Beach sowie weitere mit der alliierten Landung verbundene Erinnerungsorte.
Am 6. Juni 1944 landeten dort Soldaten der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs: Der D-Day markierte den Auftakt der Befreiung Europas von den Verheerungen des deutschen Nationalsozialismus von Westen her. Zur Streitmacht der Alliierten gehörten damals vor allem US-Amerikaner, Briten, Kanadier, Polen und Franzosen. Etwa 3100 Landungsboote mit mehr als 150.000 Soldaten machten sich auf den Weg nach Nordfrankreich. Tausende von ihnen starben während der folgenden Gefechte.
In Frankreich liegen nach der Anerkennung der D-Day-Landungsstrände nun 55 Welterbestätten, genauso viele wie auch in Deutschland. Nur China und Italien haben mit jeweils 60 weltweit noch mehr Stätten zu bieten. Neu nominiert für die Unesco-Versammlung in Südkorea sind weltweit insgesamt 30 Vorschläge.
Deutschland war erfolgreich mit seinen Bemühungen, dass die Waldsiedlung Zehlendorf im Berliner Südwesten als Erweiterung der bereits seit 2008 bestehenden Welterbestätte "Siedlungen der Berliner Moderne" anerkannt werden soll: Sie kam auch heute auf die begehrte Liste.