Panorama

Brückeneinsturz nach Taifun Vier Tote auf Taiwan geborgen

125023332.jpg

Bei den Opfern handelt es sich um ausländische Arbeiter aus Indonesien und den Philippinen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf Taiwan stürzt eine Brücke ein und begräbt mehrere Boote unter sich. Neun Menschen können gerettet, vier nur noch tot geborgen werden. Die Suche nach Überlebenden geht weiter - zwei Menschen gelten noch immer als vermisst.

Nach dem Einsturz einer Brücke im Osten Taiwans sind bis zum Morgen vier Tote geborgen worden. Bei den Opfern handle es sich um ausländische Arbeiter aus Indonesien und den Philippinen, teilte die Notfallzentrale mit. Sie seien in Booten entdeckt worden, die von herabfallenden Brückenteilen getroffen wurden. Zwei Personen gelten noch als vermisst.

"Die Suche am Unglücksort wird fortgesetzt", sagte Transportminister Lin Chia-lun. Die 140 Meter lange Stahlbogenbrücke im Fischerhafen von Nanfangao im Landkreis Yilan war am Vortag aus noch unbekannter Ursache eingestürzt. Die Brückenteile fielen auf mehrere Fischerboote. Neun Menschen, die sich an Bord der Boote befanden, wurden aus dem Wasser gerettet, wie es weiter hieß. Sie hätten in den Booten auf den Abzug des Taifuns "Mitag" gewartet.

Ein Video im Internet zeigt den Einsturz der Stahlbogenbrücke: Ein Lastwagen überquert sie, und als er fast die andere Seite erreicht hat, bricht die Fahrbahn ein und stürzt komplett über der Hafenausfahrt in die Tiefe, gefolgt vom hohen Stahlbogen. Der Laster wird mitgerissen und schlägt am Boden auf. Der Fahrer sei aus dem brennenden Fahrzeug gerettet und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr kurz nach dem Unglück mit.

Bei der 140 Meter langen Überführung im Hafen handelte es sich um Taiwans einzige Brücke mit einzelnem Stahlbogen. Sie wurde vor rund 20 Jahren eröffnet und zählte zu den Sehenswürdigkeiten der Region. Die Brücke stürzte ein, nachdem der Taifun bereits vorbeigezogen war. Der tropische Wirbelsturm war von Montag bis in den Dienstag hinein mit heftigen Böen und Regenfällen über die Pazifikinsel gezogen und hatte vielerorts Schäden hinterlassen.

Mindestens zwölf Einwohner wurden verletzt - laut der zentralen Katastrophenschutzbehörde zumeist durch herabstürzende Gegenstände, oder weil der Wind sie von ihren Motorrollern pustete. In mehr als 65.000 Haushalten fiel der Strom aus. Fast 5000 Einwohner in flutgefährdeten Gebieten mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen.

Quelle: n-tv.de, ibu/dpa

Mehr zum Thema