Politik

Streit um Bundesgeschäftsführer AKK hat Ärger mit Parteinachwuchs

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Kein einfacher Job: Kramp-Karrenbauer muss die CDU erneuern und zeitgleich Wahlerfolge einfahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem offenen Brief wendet sich die Junge Union aus Berlin gegen die Ernennung von Nico Lange zum Bundesgeschäftsführer der CDU. Der ist ein Vertrauter der ohnehin schon angezählten Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Jugend fordert ein frisches Gesicht.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit einer Personalie den Parteinachwuchs verärgert. Die Junge Union Berlin forderte die Parteivorsitzende in einem offenen Brief auf, auf die Ernennung ihres Vertrauten Nico Lange zum CDU-Bundesgeschäftsführer zu verzichten. Die Nachwuchspolitiker warfen Lange vor, vor der Europawahl in der entscheidenden Wahlkampfphase "massive Fehler" gemacht zu haben und im Nachhinein die Schuld von sich zur Jungen Union geschoben zu haben.

Damit spalte er die Partei und baue keine Brücken, heißt es in dem Brief. "Nico Lange missachtet das so wichtige verbindende Element der CDU. Das macht ihn für uns als Bundesgeschäftsführer schlechthin untragbar", schreibt die JU Berlin. "Wir fordern daher Sie, Frau Kramp-Karrenbauer, auf, ihm die so wichtige Position des Bundesgeschäftsführers nicht anzuvertrauen."

Der Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Klaus Schüler müsse eine thematische und kommunikative Erneuerung in der CDU einleiten: "Er darf nicht an der unzureichenden Parteiarbeit der letzten Monate beteiligt gewesen sein." Schüler hatte kürzlich seinen Wechsel in die Wirtschaft bekannt gegeben. Lange soll Berichten zufolge am Montag dem Präsidium als Nachfolger vorgeschlagen werden.

Lange ist bisher stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Christdemokraten. Er ist der Autor einer internen CDU-Wahlanalyse nach der Europawahl, die einem "vermeintlichen Rechtsruck" der Jungen Union einen Teil der Verantwortung für das schwache Wahlergebnis zuschrieb. Kramp-Karrenbauer hatte danach allerdings klar gemacht, dass sie der Jungen Union keinesfalls die Schuld an dem schlechten Ergebnis zuschieben wolle.

Quelle: n-tv.de, shu/AFP

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