Politik

Kontakt zu Abrini befürchtetAbdeslam muss das Gefängnis wechseln

18.04.2016, 19:12 Uhr
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Foto einer Überwachungskamera, die Abdeslam (2. v. l.) vor seiner Festnahme mitten in Brüssel zeigt. (Foto: AP)

Salah Abdeslam galt als Staatsfeind Nummer eins in Belgien - bis er gefasst und eingesperrt wurde. Jetzt befürchten die Behörden, dass der mutmaßliche Paris-Attentäter im Gefängnis Kontakt zu dem ebenfalls inhaftierten Mohamed Abrini aufnehmen könnte.

Der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam ist in ein anderes belgisches Gefängnis verlegt worden, um einen Kontakt mit dem inhaftierten Komplizen Mohamed Abrini zu vermeiden. Abrini kam aus dem Gefängnis Brüssel-Forest nach Brügge, während Abdeslam aus Brügge in eine Hochsicherheitszelle der ebenfalls in Flandern gelegenen Haftanstalt Beveren bei Antwerpen gelangte.

Abdeslam, der bis zu seiner Festnahme Mitte März in Belgien als Staatsfeind Nummer eins galt, soll nach einer früheren Gerichtsentscheidung nach Frankreich ausgeliefert werden - einen offiziellen Termin gibt es bisher nicht. Bei den Anschlägen islamistischer Attentäter kamen am 13. November 2015 in Paris 130 unschuldige Menschen um, in Brüssel wurden am 22. März 32 Menschen getötet.

Abrini hatte im Verhör eingeräumt, der "Mann mit Hut" zu sein, der mit zwei Selbstmordattentätern am Brüsseler Flughafen gefilmt wurde und dort nach Angaben des belgischen Innenministers auch eine dritte Bombe platzierte, die nicht explodierte. Er wurde schon im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen gesucht. Kurz vor den Attentaten in der französischen Hauptstadt war er nach Ermittlererkenntnissen mit Abdeslam in dem Auto unterwegs, das die Attentäter am Abend des 13. November benutzten.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa

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