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Im Namen des Islamischen Staates Attentäter plante Anschlag auf US-Militärbasis

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Barry Grissom verkündet bei einer Pressekonferenz den Erfolg im Kampf gegen Terrorismus.

REUTERS

Ein US-Bürger versucht im Namen des IS, eine Autobombe auf einem Militärstützpunkt in Kansas zu zünden. Der Plan scheitert, weil der Mann sich während seiner Vorbereitung auf einen falschen IS-Terroristen verlässt.

Ein 20-Jähriger Amerikaner ist für die Planung eines Selbstmordanschlages auf eine Militärbasis im US-Bundesstaat Kansas im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verhaftet worden. Der Verdächtige habe eine Autobombe in Fort Riley zünden wollen, um zum Märtyrer zu werden, teilte das US-Justizministerium mit.

Sicherheitskräfte des FBI hatten John Thomas Booker Jr. am frühen Morgen verhaftet, offenbar leistete der Verdächtigte dabei keinen Widerstand. Auf die Spur des Mannes waren die Ermittler gekommen, als dieser die Anschläge im vergangenen Jahr auf seiner Facebook-Seite ankündigte. Dort rief er außerdem zum "Heiligen Krieg" auf und bekannte sich zu der Terrormiliz Islamischer Staat.

Der Mann, der sich selber "Mohammed Abdullah Hassan" nennt, habe laut US-Behörden im vergangenen Jahr versucht, in das US-Militär einzutreten. Dieser Versuch misslang – er hatte sich zu spät gemeldet. Auf der Suche nach Kontakten in die islamistische Szene geriet der junge Mann dann an einen verdeckt agierenden FBI-Ermittler. So habe er also von Beginn der Planungen an nicht mit dem IS, sondern mit verdeckt ermittelnden Agenten der Bundespolizei FBI in Kontakt gestanden, wie das Justizministerium verlauten ließ.

Nachdem dem Mann beim Beschaffen einiger Komponenten für die Bombe geholfen worden sei, habe er ein Propaganda-Video im Stile des IS aufgenommen. Bevor er die Bombe fertigstellen konnte, sei er festgesetzt worden. Das Justizministerium betonte, es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden. Im Falle einer Verurteilung droht dem 20-Jährigen lebenslange Haft.

Quelle: n-tv.de, jgue/dpa

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