Politik

"Merkel an Spitze - oder weg" Beer fordert CDU zur Reformierung auf

96728978.jpg

Beer: Wir können es nicht allein machen.

(Foto: picture alliance / Wolfgang Kumm)

Die FDP schießt sich weiter auf die CDU ein. Die Partei müsse sich reformieren, sagte Generalsekretärin Beer. Wie bereits ihr Vize findet sie deutliche Worte für Kanzlerin Merkel.

Die FDP fordert die CDU zu einer inhaltlichen und personellen Erneuerung ohne deren Vorsitzende Angela Merkel auf. "Ich glaube, die CDU muss sich reformieren", sagte FDP-Generalsekretärin Nicola Beer dem RBB-Inforadio. "Entweder setzt sich die Kanzlerin an die Spitze dieser Bewegung oder sie wird durch neue Generationen abgelöst werden müssen." Nötig seien Veränderungen mit Blick auf Modernisierung und Reformwillen auch in den anderen Parteien. Die Liberalen könnten dies mit einem Rückhalt von knapp elf Prozent der Wähler nicht allein bewältigen.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki warf Merkel in einem Interview mit der "Funke"-Mediengruppe vor, dass es ihr nie darum gegangen sei, ein Jamaika-Bündnis zwischen Union, Grünen und Liberalen hinzubekommen. "Sie hat daran gebastelt, die Fortsetzung der großen Koalition zu erreichen." Das sei Merkel gelungen. "Sie hat heute die SPD genau da, wo sie sie haben wollte."

Ihm wäre eine Koalition mit einer erneuerten CDU/CSU am liebsten, sagte Kubicki. Nach Neuwahlen wären die Hürden dafür nicht so groß. "Mit Angela Merkels Rezepten der letzten zwölf Jahre wird Deutschland in Zukunft nicht bestehen können."

Die jüngsten Einbußen der FDP in Meinungsumfragen seien zugleich "überhaupt nicht" beunruhigend. FDP-Chef Christian Lindner hatte ebenfalls eine Regierungsbeteiligung seiner Partei unter Führung Merkels ausgeschlossen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema