Politik

Keine Annäherung bei Hauptthemen Brexit-Gespräche treten auf der Stelle

e9ca573c6929f7c881298d88a1872bf8.jpg

In wichtigen Fragen wie den Finanzverpflichtungen Großbritanniens gibt es keinen Konsens.

(Foto: REUTERS)

Die Gespräche über den EU-Austritt Großbritanniens stagnieren. Auch in der dritten Runde stellt der EU-Chefunterhändler in zentralen Punkten keine Fortschritte fest. Der Idealfall, im Herbst mit der zweiten Phase der Verhandlungen zu beginnen, rückt in weite Ferne.

Auch die dritte Verhandlungsrunde über den EU-Austritt Großbritanniens hat in den entscheidenden Bereichen keine greifbaren Ergebnisse gebracht. EU-Chefunterhändler Michel Barnier sagte, man sei weiterhin weit davon entfernt, in die zweite Phase der Verhandlungen übergehen zu können.

In ihr sollte im Idealfall bereits ab Herbst über die künftigen Beziehungen beider Seiten nach dem Brexit gesprochen werden. Verhandelt wurde in den vergangenen Tagen erneut über die britischen Finanzverpflichtungen, den künftigen Status der nordirisch-irischen Grenze sowie die Rechte der EU-Bürger. Eindeutige Fortschritte in diesen Bereichen sind für die EU Voraussetzung dafür, dass über die künftigen Beziehungen der EU zu Großbritannien gesprochen wird.

Ziel beider Seiten ist eine umfassende Vereinbarung, die sowohl die Trennungsfragen beantwortet als auch die künftigen Beziehungen klärt. Der Brexit soll nach derzeitigem Stand Ende März 2019 erfolgen. Wenn es bis dahin keine Übereinkunft gibt, scheidet Großbritannien ungeregelt aus der EU aus. Dies könnte zum Beispiel schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen haben. "Mit jedem Tag, der vergeht, nähern wir uns dem Austrittsdatum", sagte Barnier. "Die Zeit drängt."

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

Mehr zum Thema