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Nach Merkels Pannenflug Bundeswehr plant Kauf eines neuen Airbus'

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Bei einem Ausfall des Regierungsflugzeugs will die Bundeswehr künftig besser vorbereitet sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem die Bundeskanzlerin nach einem Defekt an der "Konrad Adenauer" per Linienflug zum G20-Gipfel fliegen musste, will die Bundeswehr künftig gewappnet sein. Ministerin von der Leyen kündigt nicht nur den Ausbau der Flugzeugflotte an.

Nach dem Pannenflug zum G20-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Bundeswehr nun reagieren und künftig die Flotte der Flugbereitschaft vergrößern. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte der "Bild am Sonntag": "Dass die Kanzlerin verspätet zu G20 kam, war bitter. Damit sich so etwas nicht wiederholt, stocken wir jetzt bei den Besatzungen auf und prüfen die Beschaffung von ein oder zwei weiteren Flugzeugen für die Langstrecke."

Laut "Bild"-Zeitung plant die Verteidigungsministerin, dafür 200 Millionen Euro mehr aus dem Bundeshaushalt zu beantragen. Soviel kostet demnach in etwa der Kauf eines neuen Airbus vom Typ A330 oder A350. Die Bundeswehr hält die Beschaffung eines mindestens dritten Langstreckenflugzeuges einer der beiden Typen für erforderlich.

Nach einem technischen Defekt am Regierungsflugzeug "Konrad Adenauer" musste die Bundeskanzlerin Ende November auf ihrem Flug zum G20-Gipfel in Argentinien umdrehen und am Flughafen Köln-Bonn zwischenlanden. Merkel verpasste dadurch den Auftakt des Gipfels in Buenos Aires und musste zunächst einige geplante bilaterale Gespräche absagen.

Die Kanzlerin flog am Ende per Linienflug von Madrid nach Argentinien, da die Bundeswehr Merkel nicht in einem anderen Flugzeug der Luftwaffe rechtzeitig zum Gipfel fliegen konnte. Es stand keine einsatzfähige Crew der Flugbereitschaft zur Verfügung. Künftig plant die Luftwaffe laut "Bild"-Zeitung daher wohl eine komplette Flugzeug-Crew als Notfallreserve bei besonderen Terminen oder wichtigen Gipfeltreffen bereitzuhalten.

Quelle: n-tv.de, nen

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