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4000 Soldaten in Rufbereitschaft Bundeswehr soll bei Flüchtlingskrise helfen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Bundesverteidigungsministerin von der Leyen will bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise vermehrt Soldaten des Bundeswehr einsetzen. Allein für dieses Wochenende versetzt sie 4000 Soldaten in Rufbereitschaft. "Das Land kann auf uns zählen", so die Ministerin.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat für dieses Wochenende rund 4000 Bundeswehr-Soldaten in Rufbereitschaft versetzt. Sie sollten "im Notfall mit anpacken können", sagte die CDU-Politikerin dem "Spiegel". "Was personelle Hilfe angeht, haben wir noch Luft nach oben." Das Motto laute maximale Kulanz. Man helfe, wo man könne. "Das Land kann darauf zählen, dass die Bundeswehr unterstützt", so die Ministerin.

Deutsche Soldaten haben bisher 14.500 Schlafplätze für Flüchtlinge in 41 Kasernen und anderen Liegenschaften der Bundeswehr geschaffen. Die meisten Flüchtlingsunterkünfte auf Bundeswehrgelände gibt es aktuell in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Die Bereiche seien durch Sicherheitszäune voneinander getrennt, so die CDU-Politikerin.

Außerdem seien zeitlich befristet rund 150 Angehörige der Bundeswehr abgestellt worden, um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei der Bewältigung der Asylverfahren zu unterstützen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Am Bahnhof in Dortmund und Düsseldorf seien bis zu 60 Soldaten als "Helfende Hände" unterwegs.

Bundesweit stünden 42 Busse mit Fahrern für den Transport von Flüchtlingen von den Bahnhöfen in ihre Unterkünfte zur Verfügung. In Oldenburg, Wittmund, Celle, Bückeburg, Lebach und Hamburg seien Sanitätskräfte der Bundeswehr eingesetzt. Seit einem Aufruf von der Leyens vom 28. August hätten sich zudem 350 Freiwillige gemeldet, um beim BAMF zu helfen.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa