Politik

Ausrichtung nach Lebenserwartung CDU will Renteneinstieg reformieren

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Wann geht's in den Ruhestand? Das soll sich nach Meinung der CDU nach der Lebenserwartung richten.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der CDU gibt es einem Medienbericht zufolge Pläne, den Renteneintritt künftig automatisch an den Anstieg der Lebenserwartung zu koppeln. Dieses Vorhaben sehe ein Papier von Präsidiumsmitglied Jens Spahn und dem Vorsitzenden des Arbeitnehmerflügels der Partei, Karl-Josef Laumann, vor, berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach solle das Renteneintrittsalter ab 2030 nicht mehr starr festgeschrieben sein, sondern entsprechend der Lebenserwartung steigen.

Zugleich solle das Rentenniveau bis 2050 festgeschrieben werden, berichtet die Zeitung. In welcher Höhe sei offen. Spahn und Laumann schlagen den Angaben zufolge außerdem eine Betriebsrentenpflicht vor. Ein Zuschuss von Arbeitgebern zur betrieblichen Altersvorsorge der Arbeitnehmer solle verpflichtend werden. Auch Leiharbeiter sollten von dieser Pflicht profitieren können.

Über eine mögliche Erhöhung des Renteneintrittsalters wird in Deutschland seit geraumer Zeit gestritten. Bereits der Chef der Jungen Union, Paul Ziemiak, hatte vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter ab 2030 schrittweise von 67 auf 70 Jahre anzuheben. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble von der CDU hatte sich unlängst für einen späteren Rentenbeginn ausgesprochen. Dies wurde von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles von der SPD als "lebensfremd" zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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